Hallo meine Lieben! Da bin ich mal wieder- für kurze, fast schon mikroskopische Zeit, wieder aufgetaucht aus dem Untergrund. Bevor ich mich wieder in meinen natürlichen Lebensraum zurückziehe, den ich nach wie vor auf Grund Schularbeiten nur selten verlassen kann, hinterlasse ich euch , hier in der weiten Welt des Internets ein Lebenszeichen meinerseits. Nach einer wochenlangen Vorbereitung, habe ich mich, nur euretwegen, auf den langen, beschwerlichen Weg zu meinem Schreibtisch gemacht, ganz ohne Rücksicht auf Verluste. Es wäre gelogen würde ich sagen die Reise lief besser als erwartet. Die Nächte waren kalt, die Tage brutal. Und nun- endlich habe ich mein Ziel erreicht. Halb verdurstet, mit einem Fuße im Grab stehend. An sich wollte ich nur ein Lebenszeichen hinterlassen, aber nun habe ich mich dazu entschlossen euch, bevor ich mich wieder auf den gefährlichen Rückweg durch feindliches Territorium mache, mit einer kleinen Geschichte zu erfreuen. Ganz recht meine Lieben.
Aber zuvor mal wieder: ein kleiner Buchtipp:
Vlad geschrieben von C.C. Humphreys ( Heyne- Verlag)
In dem Buch geht es- wie der Name schon sagt- um Vald Dracul.
Winter 1431:
In einer dunklen Nacht wird dem Prinzen von Transsylvanien ein Sohn geboren.
Er wird getauft auf den Namen Vlad.
In seinem Lang wird er bald Sohn des Drachen gerufen.
Seine Feinde nennen ihn Tepes- den Pfähler.
In der Legende wird er zu Dracula...
Dies ist die wahre Geschichte des Königs aller Vampire.
Anders als erwartet, erwies sich das Buch nicht als ein zweitklassiger Vampirschundroman. Vald Dracul, wird hier weder als Dracula dargestellt, noch kehrt er von den Toten zurück. Dieses Buch ist vielmehr eine Art Biographie, jedoch verpackt in einem Roman. Wie vielen bekannt, war Vald ein transsylvanischer Prinz und Mitglied des Drachenordens, unter dessen Banner er unteranderem zur Schlacht gegen die Muselmanen ritt. Viel bekannter ist der Herrscher jedoch unter dem Namen Vlad Tepes, bzw. Vald der Pfähler, denn er hat, wie der Name schon sagt, seine Feinde gepfählt. In diesem Buch werden die drei engsten Verbündeten Vlads zu einer Beichte gezwungen, die sein komplettes Leben darstellt, da die Anhänger des Drachenordens ihren Namen wieder reinwaschen wollen. Das Buch beschreibt seine grausame Kindheit und macht es möglich, zumindest ansatzweise seine Grausamkeiten nach zu vollziehen. Der Autor schafft es ganz zu Beginn Spannung aufzubauen und diese bis zum Ende durchzuziehen. Die Atmosphäre des Buches verändert sich mit Vald und dies macht es dem Leser möglich sich noch besser in die Handlung hinein zu denken. Man entwickelt sogar Sympathie für den Tyrannen. Ein Meisterstreich!
Nun, da ich das fremde Werk ausreichend bejubelt habe, will ich selbst zur Tat schreiten!
Vorher jedoch noch ein kleines Bild von Uli Stein (www.ulistein.de), welches mich inspirierte:
Ungeachtet der Tatsache, dass der Hund auf dem Bild kein Dackel ist.
Wackeldackel
Sie kam zu sich. Ihr Kopf dröhnte und auch der Rest ihres Körpers schmerzte. Sie wollte sich aufrichten um sich grob zu untersuchen und sich ihre Umgebung anzusehen, doch ihre Kraft reichte nur noch aus um ihre Augen zu öffnen. Zunächst war alles verschwommen. Nachdem sie jedoch einige Male gebblinzelt hatte, klärte sich ihr Blick. Als sie sich einige Minuten umgesehen hatte versuchte sie sich ein weiteres Mal aufzusetzen, was ihr auch gelang. Sie lag auf der Rückbank eines Autos, sie konnte jedoch beim besten Willen nicht sagen um was für ein Modell es sich handelte. Die Luft war abgestanden und roch leicht nach Blut und nach etwas anderem, ein undefinierbarer Geruch, doch sie würde früher als ihr lieb war dahinter kommen wovon diese Duftnote ausging. Die Sitze waren aus hellbraunem Leder und rochen noch neu. Insgesamt machte der Wageninnenraum einen gepflegten und neuen Eindruck. GPS-System, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, alles vorhanden. Das einzige was nicht so recht in dieses schicke Auto zu passen schien war ein hellbrauner Wackeldackel, der mit dem Hintern zur Frontscheibe saß und sie anglotzte.
Sie wusste nun zwar, dass sie sich in einem teuren Neuwagen befand, dennoch blieb eine Frage offen. Eine viel wichtigere wie sie befand. Wie zum Teufel war sie in den Wagen gekommen.
Während sie sich Gedanken um dieses Mysterium machte, realisierte sie dass der großteil ihrer Kleidung zerrissen war. In dem Moment fiel ihr der leichte Blutgeruch wieder ein. Vorsichtig hob sie eine Hand an ihren Kopf und spürte etwas feuchtes. Als sie ihre Hand vor ihr Gesicht hob, glänzten ihre Finger rot. Das erklärte auch warum sich ihr Kopf an fühlte, als hätte jemand mit einem Baseballschläger darauf eingedroschen, denn genau das war der Fall.
Schlagartig kehrten alle Erinnerungen wieder zurück. Sie war auf dem Weg zur Arbeit gewesen und es war noch dunkel. Sie benutzte nie ihren Wagen, schließlich war der Bäcker, bei dem sie nun seit knapp drei Jahren arbeitete, nur zehn Minuten von ihrer Wohnung entfernt. Als sie um die Ecke bog schlug ihr jemand mit etwas auf den Kopf und dann, war sie hier in diesem Wagen aufgewacht. Diese Person, musste sie beobachtet haben, denn es war kein Zufall. Er oder sie wusste ganz genau wann er wo sein müsste. Sie wurde ausspioniert, diese ganze Tat wurde geplant, aber wieso?
Ein Mann stieg ins Auto, seine Augen konnte sie nicht sehen, da er eine große Sonnenbrille trug. Er setzte sich ohne zu zögern neben sie auf den Rücksitz und legte ihr seine fleischige Hand auf den Oberschenkel.
Während seine Hand langsam an ihre Bein hochglitt, starrte er begierig auf ihre Brüste.
"Nehmen sie die Hand da weg! Wer sind sie? Und was wollen sie von mir? Wieso haben sie..." , er unterbrach sie ließ seine Hand jedoch in unbeirrt weiter an ihrem Bein hochgleiten: "Pscht, ruhig meine Schöne. Wenn du schön artig mitspielst muss ich dir nicht wehtun. Und glaub mir mein Lämmchen, ich will dir nicht wehtun. Zumindest jetzt noch nicht."
"Was, wer sind sie? Wieso bin ich hier?", ihre Stimme war schrill und sie versuchte sich zu winden damit die Hand ihr Ziel nicht erreichte. "Bleib still sitzen! Als du ohnmächtig warst hat es keinen Spaß gemacht. Da konnte ich garnicht in deine wunderschönen blauen Augen gucken, mein Liebling. Du und ich wir werden viel Spaß miteinander haben, mein Lämmchen."
Ihre Augen weiteten sich vor entsetzen, sie blickte an sich herab und sah, dass sie Blut zwischen ihren Beinen hatte. "Eins muss ich dir lassen", er lachte beinahe: " Noch unberührt, ich hätte nicht gedacht, dass du so unschuldig bist wie du aussieht mein kleines, süßes Lämmchen. Aber jetzt bist du eine Frau. Und du hast es garnicht richtig mitbekommen. Zu schade findest du nicht. Darum holen wir es jetzt auch nach. Ich denke, da du beim ersten Mal ohnmächtig warst, verlierst du erst jetzt richtig dein Unschuld."
Sie schrie, sie versuchte von ihm wegzurücken, den Wagen zu öffnen, einfach zu entkommen, doch plötzlich schnellte seine Hand an ihre Kehle. Er drückte so fest zu, dass sie nicht mehr richtig atmen konnte. Sein Gesicht war jetzt ganz nah an dem ihren. Sie spürte seinen Atem als er sagte: "Ich habe dir doch gesagt du sollst ruhig bleiben Lämmchen, jetzt muss ich dir wehtun. Eigentlich wollte ich dir nicht wehtun, aber jedes Kind muss erzogen werden. Du kannst mich ruhig Daddy nennen, mein Schatz!" Er hatte plötzlich ein Taschenmesser in der Hand, sie sah nicht, wo er es her hatte. Langsam fuhr er mit der Klinge ihre Gesichtszüge nach: " Du bist so schön mein Lämmchen, wäre doch Schade um dieses hübsche Gesicht. Das bringe ich nicht übers Herz."
Ruckartig zog er die Klinge über ihre entblößte linke Brust und hinterließ einen blutenden, schmerzenden Schnitt. Sie schrie. Er saß ihr einfach nur gegenüber streichelte weiter ihren Oberschenkel und schien sich an ihren nicht enden wollenden Schreien zu ergötzen. Als das Schreien zu einem Wimmern verklang setzte er neu an. "Ach so ein Jammer. Dabei hattest du so schöne Brüste mein Lämmchen. Die rechte sieht noch ganz passabel aus. Aber wenn du mich nicht glücklich machst, mein Schatz, kann ich es wohl nicht bei einer Brust belassen. Und dann wird dich kein Mann mehr wollen." Still liefen ihr Tränen der Verzweiflung über die Wange. Ihre Brust schmerzte, doch sie wollte keinen Ton mehr sagen, zu sehr fürchtete sie dich vor neuen Verletzungen. " Pscht, weine nicht mein Lämmchen. Soll ich dich wieder glücklich machen?" Er wartete auf eine Antwort, doch als er keine bekam sprach er weiter: " Natürlich, was für eine dumme Frage, selbstverständlich soll ich dich glücklich machen."
Plötzlich war seine Hand, die zuvor noch ihren Oberschenkel umfasst hielt zwischen ihren Beinen. Er befummelte sie, dort wo sie noch nie zuvor ein Mann hatte berühren dürfen, und er grunzte dabei zufrieden. Sie wand sich, wollte sich entziehen. Es gab keinen Ort auf der Welt, den sie jetzt verschmäht hätte, wäre sie nur alleine dort. Sie schrie flehte er solle aufhören und machte den Fehler zu versuchen seine Hand wegzureißen. Er nahm sein Taschenmesser und schnitt ihre rechte Brustwarze ab. Während er sie in der Hand hielt, sie hin und her drehte, als Prüfe er einen Diamanten und ihren gequälten Schreien lauschte meinte er fast geistesabwesend: "Ich habe dir doch gesagt, dass du mich glücklich machen sollst mein Lämmchen. Das wollte ich wirklich nicht tun. Willst du sie wiederhaben?"
Seine Hände waren nun wieder zwischen ihren Beinen und sie spürte wie mehrere Finger in sie eindrangen. Erneut schrie sie auf: "Bitte!" Ich flehe sie an!" "Selbstverständlich mein Lämmchen. Endlich bist du so wie ich dich haben will. Du willst mehr? Du kriegst nicht genug von ihnen, habe ich Recht?" Mit diesen Worten ließ er beinahe seine ganze Hand in ihr verschwinden. Erneut konnte sie nicht anders, die musste schreien. " Wohl doch nicht so unschuldig was? So laut hat noch nie ein Luder gestöhnt!"
Tränen liefen ihr in einem Schwall heiß und bitter über die Wange. Als er sie erlöste und sie seine Hand endlich wieder sehen konnte grinste er Breit. Er beugte sich vor und kam ganz nah an ihr Ohr: " Nun hast du wieder was dir gehört hat mein Lämmchen. Tief, tief in dir." Die Erlösung von seinen schmierige Händen war leider nur von kurzer Dauer. Als er sich aus seiner Jeans befreit hatte drehte er sich wieder zu ihr um. Sie wusste, dass eine Flucht Chancenlos war. Sie musste es ertragen. Es über sich ergehen lassen. Sie hatte keine Wahl. Er riss ihr die letzten Fetzen Kleidung vom Körper und sah sie begierig an. " Mit dir werde ich Spaß haben mein Lämmchen!". Sie startete einen erneuten Versuch: " Bitte, lassen sie mich gehen. Ich erzähle auch keinem etwas. Bitte!" "Natürlich werde ich dich gehen lassen mein Lämmchen." Hoffnung keimte in ihr auf, die er mit seinen nächsten Worten wieder zerstörte: " Nachdem ich dich richtig durchgefickt habe. Vielleicht schwängere ich dich mein Schatz, dann wirst du diesen Tag niemals vergessen." Sie riss ihm aus Verzweiflung die Sonnenbrille vom Gesicht, was sich als schlimmer Fehler herausstellte. Als sie in das vertraute Gesicht sah, stockte ihr der Atem. Es war der Exfreund ihrer Mutter. Sie hatte ihn damals verlassen, als sie 16 Jahre alt war, nun vier Jahre später sah sie ihn wieder. Sie hätte seine Stimme erkennen müssen. " Ach mein Lämmchen, wieso hast du das getan.? Hm? Du kleine, dumme Gans! Ich wollte dich doch gehen lassen. Keiner hätte etwas erfahren. Aber jetzt geht das leider nicht mehr und du bist schuld meine Kleine."
Sie schrie und flehte: "Warum? Wieso tust du mir das an? Wie kannst du nur?" Er lächelte, sein Lächeln wirkte viel zu freundlich fast schon herzlich. Sie konnte ihn nie sonderlich leiden, aber dass er zu so etwas in der Lage war, hätte sie nie erwartet. "Du warst schon damals so hübsch. Und jetzt bist du erst richtig aufgeblüht meine Rose. Schon damals wolltest du mich nicht Daddy nennen. Tu es wenigstens jetzt!" Sie spuckte ihm ins Gesicht: "Niemals!" Mit dem Handrücken wischte er sich den Speichel von der Wange: " Das war nicht sehr nett mein Lämmchen. Ich habe dir doch erklärt, dass ich dich für so etwas bestrafen muss." Mit einem Kopfschütteln zog er einen knapp zehn Zentimeter langen Schnitt über ihren Bauch. Seine Lenden drückten sich zwischen ihre Oberschenkel und sie spürte sein Glied. Er beugte sich vor und flüsterte an ihr Ohr: " Wenn du dich entspannt ist es für dich vielleicht auch schön." Er drang in sie ein zog sich jedoch sofort wieder zurück. "Du bist leider nicht feucht genug. So gefällt mir das nicht. Glaub mir, ich will das nicht tun, doch ich habe dir gesagt was passiert, wenn du mich nicht glücklich machst". Mit seinem Taschenmesser, auf dem sich bereits eine Blutkruste gebildet hatte Schnitt er ihre Schamlippen ab. Sie hatte sich zwar geschworen nicht zu schreien, doch der Schmerz war so explosiv, dass sie nicht anders konnte. Grunzend drang er erneut in sie ein: " Schon viel besser mein Lämmchen. So gefällst du mir. Ach übrigens, ich spüre deinen Nippel an meinem Schwanz!" Sein stöhnen wurde immer lauter und vermischte sich mit ihren Schreien zu einer grausamen Sinfonie. Er atmete immer kürzer, immer schärfer. Ihre Stimmbänder taten weh und sie winselte nur noch und betete, dass diese Tortur bald ein Ende haben möge. Kurz Nachdem er in ihr gekommen war nahm er ihr Kinn und zwang sie ihn anzusehen. " Du warst wunderbar mein Lämmchen. Es tut mir Leid, dass er nun soweit kommen muss. Aber wie gesagt, unartige Kinder müssen bestraft werden." Mit diesen Worten zog er sein Taschenmesser und rammte es ihr so lange, abwechselnd in beide Augenhöhlen bis ihre Schreie endgültig verstummten. Er zog sich rasch an, nahm das leblose Mädchen auf den Arm und schmiss sie in den Wald, indem das Auto die ganze Zeit stand. Mit den Worten :" Du hattest so schöne, blaue Augen, mein Lämmchen." wand er sich ab und schritt zurück zum Auto. Er setzte sich ans Steuer und direkt vor ihm war der Wackeldackel, der ihn mit anklagenden Glasaugen anstarrte. Er war der einzige Zeuge des brutalen Schauspiels und er konnte nichts weiter tun als mit dem Kopf zu wackeln.
Ende
Anmerkung: Diese Geschichte ist rein fiktiv und darf auf keinen Fall gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Falls diese Geschichte anstößig auf Sie wirken sollte, bitte ich hiermit um Verzeihung.
Gedanken des Irrsinns
Nessi's Notizbuch
Hallo!
Viel Spaß beim Lesen meiner Geschichten!
22 Januar 2011
15 November 2010
Nach einer LANGEN Pause so halb zurück/ Buchtipp/ "Gute Nacht, Liebling!"
Halli Hallöle meine Lieben!
Wie ihr gemerkt habt war ich eine weile inaktiv. Wobei "eine Weile" in meinem Falle ein halbes Jahr beträgt. Es kam leider viel zu viel dazwischen: Schule, Privates, etc.
Eigentlich wollte ich zwischendurch doch mal wieder etwas posten, ganz so beschäftigt war ich dann doch nicht. Nur leider blieb es bei diesem undurchsichtigen eigentlich. Es ist nicht so, dass ich das Schreiben komplett fallen gelassen habe. Nein, nein! Im Gegenteil. Ich war so produktiv wie schon lange nicht mehr. Ich verbrachte mehrere Abende damit wie eine Wahnsinnige auf die Tasten zu hämmern und meinen armen Laptop so zu misshandeln. Und nun habe ich ein Buch geschrieben und es überarbeitet. Ich bin noch am überlegen, ob ich mich auf die Suche nach einem Verleger machen sollte, da das Werk doch etwas privatere Dinge aufgreift und aufarbeitet.
Ich schweife schon wieder ab, verzeiht. Also wie gesagt, geschrieben habe ich viel, auch meine geliebten Kurzgeschichten nur ich hatte nicht den Nerv dazu sie zu posten, da mysteriöserweise immer Teile gelöscht werden, sobald ich sie hier rein kopiere, sodass ich jeden meiner Texte nochmals durchlesen muss um zu gucken, was Blogger aus langeweile mal wieder nicht übernommen hat. Eventuell gefallen dem Blogportal meine Texte auch nicht, wer weiß?
Aber ich gebe dich Schuld keinesfalls der Internetseite. Nein! Wie könnte ich nur? Bekanntlich sitzen 98% der Computerfehler vor dem Rechner. Und ich selbst bin technisch eine NULL. Mit Informatik kann ich garnichts anfangen. Null. Nada. Njente.
Versuchen mich mit diesem Thema vertraut zu machen, wäre ca. so effektiv wie zu Versuchen einer Kuh das Schwimmen bei zu bringen. (Nur ein kleiner Hinweis am Rande, damit ihr den Vergleich besser versteht: Eine Kuh hat keinen Schließmuskel, sodass sie mit Wasser vollläuft und ertrinkt.... Traurig aber wahr.)
So genug zu meiner Abwesenheit. Nun bin ich wieder da und versuche einigermaßen regelmäßig etwas zu posten.
Und als Entschädigung für meine lange Abwesenheit quasi, geht es in diesem Post gleich um zwei Dinge. Natürlich gibt es endlich mal wieder eine mehr oder weniger nette Kurzgeschichte geschrieben von meiner Wenigkeit, aber zusätzlich, als Sahnehäubchen quasi gibt es hier noch einen Buchtipp. Dieses Buch ist fantastisch zu lesen, hat tolle Metaphern und ist auch sehr tiefgründig. Es sind geschichtliche Kenntnisse notwendig um die Materie vollständig erfassen zu können. Und nun kommt auch der Titel und bitte nicht die Augen verdrehen oder runterscrollen:
Die Geschichte eines Moralisten- Erich Kästner.
Ja, ganz richtig. Erich Kästner. Ich denke der Klappentext ist sehr aussagekräftig und erfasst das wesentlich also hier ist er:
Berlin zu Beginn der 30er Jahre: Jakob Fabian, Reklamefachmann ohne Stellung, durchstreift seine Stadt und studiert das Leben: möblierte Zimmer, Bars, gewisse Damen und dazugehörige Etablissements, Arbeitslose, die Liebe und die Verlogenheit der Menschheit. Im trüben Strom des Opportunismus und der Inhumanität geht er, der Moralist, unter- und mit ihm die Ideale der Weimarer Republik. Eine brilliante und provokante Großstadtsatire.
Quelle: dtv deutscher Taschenbuch Verlag- Erich Kästner: Fabian die Geschichte eines Moralisten
Ans Herz legen kann ich euch noch zusätzlich die Interpretation zu dem Stück aus dem Oldenbourg Verlag. Sie hilft dabei in die Materie einzusteigen und geschichtliche Zusammenhänge und Anspielungen besser zu erfassen. Also, seid nicht allzu abgeschreckt von dem Titel, verbindet Kästner nicht länger mit dem Deutschunterricht und versucht es einfach mal!
So und nun zu einer Kurzgeschichte meiner Wenigkeit. Und seid bitte nicht enttäuscht, denn dieses Mal wird sie ihrem Namen alle Ehre machen- denn sie ist kurz.
"Gute Nacht, Liebling!"
Er hörte ein leises Rascheln, ein kaum wahrnehmbares Geräusch, dass ihm jedoch klarmachte, dass es nicht länger allein in dem Raum war. Er lag im Bett und hatte die Augen längst geschlossen. Mit einem Fuße war er bereits im Reich der Träume und es zerrte an diesem um ihn komplett in die Arme des Schlafes zu ziehen. Doch er nahm alle seine Willenskraft zusammen und zwang sich aufzusehen, um die Quelle des Geräusches zu identifizieren. Um sich an das Zwielicht, dass im Raum herrschte zu gewöhnen, blinzelte er einige Male und als seine Augen den grauschwarzen Dunst durchdrungen hatten, wurde er mit einem Schlag hellwach.
Vor ihm, direkt am Bettende stand jemand- eine Frau. Er hatte keinen blassen Schimmer wer sie war, und noch rätselhafter war es ihm wie sie in das Haus gekommen war- und sie war nackt. Doch er konnte sie nicht dannach fragen. Er konnte den Mund nicht öffnen, keinen einzigen Ton konnte er seinen Stimmbändern entlocken. Er konnte nichts weiter tun als diese Frau anzusehen.
Sie war eine Schönheit- die Verkörperung Aphrodites. Seine Augen wanderten begierig über jeden Zentimeter ihres Körpers.
Ihre langen schwarzen, glänzenden Haare, die glatt bis zu ihrer Taille fielen und bei jeder Bewegung ihren Körper streichelten, rahmten ihr zartes, engelsgleiches Gesicht ein. Ihre Haut war sehr hell und wirkte durch das Mondlicht, dass ins Zimmer fiel weiß wie Schnee. Und ihre Augen waren so silbern und glänzend wie Quecksilber. Der Mund war voll und weich, eine Einladung für jeden Mann, der er auch nur allzu gerne nachgekommen wäre, jedoch konnte er sich nicht von ihrem Anblick lösen. Die kleine, spitze Nase verlieh ihrem sonst so weichen, weiblichen Gesicht etwas spitzbübisches, herrausforderndes. Er kannte jeden Zentimeter ihres Gesichtes und wusste, dass er dieses Gesicht nie vergessen würde. Es schien als hätte sich ihre Schönheit auf seine Netzhaut gebrannt.
Sein Blick wanderte hinab, über ihren langen, dünnen Hals runter zu ihren prallen, wohlgeformten Brüsten. Er bekam das Verlangen diese zu umfassen und leicht zu drücken, sie zu küssen und doch geduldete er sich um sie weiter zu betrachten und ließ seinen Blick weiter wandern. Ihre schmale Taille und ihr flacher Bauch liefen in weibliche Hüften über. Die Beckenknochen standen leicht hervor, nicht zu viel und nicht zu wenig, genauso wie es bei einer Frau sein sollte. Ihre Beine ließen sie nichts von ihrem perfekten Aussehen einbüßen. Sie schienen endlos lang zu sein. Jeder Zentimeter, jeder Winkel ihres Körpers war so weiblich, so vollkommen. Und jeder Zentimeter schien nach ihm zu rufen. Es zog ihn zu ihr, wie die Motten zum Licht.
Seine fremde Göttin machte einen Schritt auf ihn zu und ließ dabei verführerisch ihre Hüften schwingen. Sie legte sich auf ihn, sodass er ihren vollen Busen auf seiner Brust spürte und ihr Gesicht direkt über dem seinen war. Nun roch er sie und es war überwältigend. Sie roch nach Blumen, aber dennoch so unbeschwert und leicht. Sie lächelte, ein kleines, verschmitztes Lächeln, und sein Gehirn setzte aus. Rationales Denken war seit ihrem Erscheinen nicht mehr möglich gewesen, doch nun war selbst primitivste Form des Denkens nicht möglich. Er spürte eine animalische Kraft in ihm, die die Kontrolle übernahm. Diese Frau gehörte ihm, er wollte sie für sich nehmen und nie wieder hergeben müssen. Er betrachtete sie als sein Eigentum. Denn er wusste mit hundertprozentiger Gewissheit, so banal dieses Wissen auch zu sein schein mochte, doch er wusste, dass er diese Frau von ganzem Herzen liebte. Sein Herz gehörte ihr seit sie sein Schlafzimmer betreten hatte.
Sie presste ihre weichen, vollen Lippen auf die seinen und dieser Kuss ließ ihn explodieren. Er wurde immer wilder und leidenschaftlicher, drängte sie, bis sie seiner Zunge einlass gewährte. Sie schmeckte so süß und ihre kleine spitze Zunge umkreiste seine. Er wollte mehr, doch sie ließ ab und lehnte sich ein wenig zurück um sich seinen fordernden Lippen zu entziehen. Während er sie ansah, schnappte er wie ein ertrinkender nach Luft. Er wollte mehr von diesen süßen Küssen, er brauchte mehr .
Ihre zarten Hände wanderten über seinen Hals über seine Brust und verharrte dort. Ihre Berührungen waren so sanft, so zart. Er machte sich keine Gedanken mehr darüber: Woher diese Frau kam? Wer sie war? Was sie von ihm wollte? Es spielte alles keine Rolle mehr, denn er war erfüllt von brennender, aufrichtiger Liebe zu dieser Fremden, die er schon sein ganzes Leben lang zu kennen schien.
Ihre Lippen bewegten sich und zum ersten mal hörte er seine Aphrodite sprechen- es war nur ein Flüstern. Ihre Stimme war so lieblich und vollkommen wie der Rest von ihr. "Gute Nacht, Liebling!", war das Letzte was er hörte, denn in der gleichen Sekunde riss sie ihm das Herz aus der Brust.
Sie hielt das noch pulsierende Organ in der Hand, dass seinen Lebenssaft auf dem Bett verteilte und sie war, genau wie sein Herz, erfüllt von grenzenloser Liebe.
Wie ihr gemerkt habt war ich eine weile inaktiv. Wobei "eine Weile" in meinem Falle ein halbes Jahr beträgt. Es kam leider viel zu viel dazwischen: Schule, Privates, etc.
Eigentlich wollte ich zwischendurch doch mal wieder etwas posten, ganz so beschäftigt war ich dann doch nicht. Nur leider blieb es bei diesem undurchsichtigen eigentlich. Es ist nicht so, dass ich das Schreiben komplett fallen gelassen habe. Nein, nein! Im Gegenteil. Ich war so produktiv wie schon lange nicht mehr. Ich verbrachte mehrere Abende damit wie eine Wahnsinnige auf die Tasten zu hämmern und meinen armen Laptop so zu misshandeln. Und nun habe ich ein Buch geschrieben und es überarbeitet. Ich bin noch am überlegen, ob ich mich auf die Suche nach einem Verleger machen sollte, da das Werk doch etwas privatere Dinge aufgreift und aufarbeitet.
Ich schweife schon wieder ab, verzeiht. Also wie gesagt, geschrieben habe ich viel, auch meine geliebten Kurzgeschichten nur ich hatte nicht den Nerv dazu sie zu posten, da mysteriöserweise immer Teile gelöscht werden, sobald ich sie hier rein kopiere, sodass ich jeden meiner Texte nochmals durchlesen muss um zu gucken, was Blogger aus langeweile mal wieder nicht übernommen hat. Eventuell gefallen dem Blogportal meine Texte auch nicht, wer weiß?
Aber ich gebe dich Schuld keinesfalls der Internetseite. Nein! Wie könnte ich nur? Bekanntlich sitzen 98% der Computerfehler vor dem Rechner. Und ich selbst bin technisch eine NULL. Mit Informatik kann ich garnichts anfangen. Null. Nada. Njente.
Versuchen mich mit diesem Thema vertraut zu machen, wäre ca. so effektiv wie zu Versuchen einer Kuh das Schwimmen bei zu bringen. (Nur ein kleiner Hinweis am Rande, damit ihr den Vergleich besser versteht: Eine Kuh hat keinen Schließmuskel, sodass sie mit Wasser vollläuft und ertrinkt.... Traurig aber wahr.)
So genug zu meiner Abwesenheit. Nun bin ich wieder da und versuche einigermaßen regelmäßig etwas zu posten.
Und als Entschädigung für meine lange Abwesenheit quasi, geht es in diesem Post gleich um zwei Dinge. Natürlich gibt es endlich mal wieder eine mehr oder weniger nette Kurzgeschichte geschrieben von meiner Wenigkeit, aber zusätzlich, als Sahnehäubchen quasi gibt es hier noch einen Buchtipp. Dieses Buch ist fantastisch zu lesen, hat tolle Metaphern und ist auch sehr tiefgründig. Es sind geschichtliche Kenntnisse notwendig um die Materie vollständig erfassen zu können. Und nun kommt auch der Titel und bitte nicht die Augen verdrehen oder runterscrollen:
Die Geschichte eines Moralisten- Erich Kästner.
Ja, ganz richtig. Erich Kästner. Ich denke der Klappentext ist sehr aussagekräftig und erfasst das wesentlich also hier ist er:
Berlin zu Beginn der 30er Jahre: Jakob Fabian, Reklamefachmann ohne Stellung, durchstreift seine Stadt und studiert das Leben: möblierte Zimmer, Bars, gewisse Damen und dazugehörige Etablissements, Arbeitslose, die Liebe und die Verlogenheit der Menschheit. Im trüben Strom des Opportunismus und der Inhumanität geht er, der Moralist, unter- und mit ihm die Ideale der Weimarer Republik. Eine brilliante und provokante Großstadtsatire.
Quelle: dtv deutscher Taschenbuch Verlag- Erich Kästner: Fabian die Geschichte eines Moralisten
Ans Herz legen kann ich euch noch zusätzlich die Interpretation zu dem Stück aus dem Oldenbourg Verlag. Sie hilft dabei in die Materie einzusteigen und geschichtliche Zusammenhänge und Anspielungen besser zu erfassen. Also, seid nicht allzu abgeschreckt von dem Titel, verbindet Kästner nicht länger mit dem Deutschunterricht und versucht es einfach mal!
So und nun zu einer Kurzgeschichte meiner Wenigkeit. Und seid bitte nicht enttäuscht, denn dieses Mal wird sie ihrem Namen alle Ehre machen- denn sie ist kurz.
"Gute Nacht, Liebling!"
Er hörte ein leises Rascheln, ein kaum wahrnehmbares Geräusch, dass ihm jedoch klarmachte, dass es nicht länger allein in dem Raum war. Er lag im Bett und hatte die Augen längst geschlossen. Mit einem Fuße war er bereits im Reich der Träume und es zerrte an diesem um ihn komplett in die Arme des Schlafes zu ziehen. Doch er nahm alle seine Willenskraft zusammen und zwang sich aufzusehen, um die Quelle des Geräusches zu identifizieren. Um sich an das Zwielicht, dass im Raum herrschte zu gewöhnen, blinzelte er einige Male und als seine Augen den grauschwarzen Dunst durchdrungen hatten, wurde er mit einem Schlag hellwach.
Vor ihm, direkt am Bettende stand jemand- eine Frau. Er hatte keinen blassen Schimmer wer sie war, und noch rätselhafter war es ihm wie sie in das Haus gekommen war- und sie war nackt. Doch er konnte sie nicht dannach fragen. Er konnte den Mund nicht öffnen, keinen einzigen Ton konnte er seinen Stimmbändern entlocken. Er konnte nichts weiter tun als diese Frau anzusehen.
Sie war eine Schönheit- die Verkörperung Aphrodites. Seine Augen wanderten begierig über jeden Zentimeter ihres Körpers.
Ihre langen schwarzen, glänzenden Haare, die glatt bis zu ihrer Taille fielen und bei jeder Bewegung ihren Körper streichelten, rahmten ihr zartes, engelsgleiches Gesicht ein. Ihre Haut war sehr hell und wirkte durch das Mondlicht, dass ins Zimmer fiel weiß wie Schnee. Und ihre Augen waren so silbern und glänzend wie Quecksilber. Der Mund war voll und weich, eine Einladung für jeden Mann, der er auch nur allzu gerne nachgekommen wäre, jedoch konnte er sich nicht von ihrem Anblick lösen. Die kleine, spitze Nase verlieh ihrem sonst so weichen, weiblichen Gesicht etwas spitzbübisches, herrausforderndes. Er kannte jeden Zentimeter ihres Gesichtes und wusste, dass er dieses Gesicht nie vergessen würde. Es schien als hätte sich ihre Schönheit auf seine Netzhaut gebrannt.
Sein Blick wanderte hinab, über ihren langen, dünnen Hals runter zu ihren prallen, wohlgeformten Brüsten. Er bekam das Verlangen diese zu umfassen und leicht zu drücken, sie zu küssen und doch geduldete er sich um sie weiter zu betrachten und ließ seinen Blick weiter wandern. Ihre schmale Taille und ihr flacher Bauch liefen in weibliche Hüften über. Die Beckenknochen standen leicht hervor, nicht zu viel und nicht zu wenig, genauso wie es bei einer Frau sein sollte. Ihre Beine ließen sie nichts von ihrem perfekten Aussehen einbüßen. Sie schienen endlos lang zu sein. Jeder Zentimeter, jeder Winkel ihres Körpers war so weiblich, so vollkommen. Und jeder Zentimeter schien nach ihm zu rufen. Es zog ihn zu ihr, wie die Motten zum Licht.
Seine fremde Göttin machte einen Schritt auf ihn zu und ließ dabei verführerisch ihre Hüften schwingen. Sie legte sich auf ihn, sodass er ihren vollen Busen auf seiner Brust spürte und ihr Gesicht direkt über dem seinen war. Nun roch er sie und es war überwältigend. Sie roch nach Blumen, aber dennoch so unbeschwert und leicht. Sie lächelte, ein kleines, verschmitztes Lächeln, und sein Gehirn setzte aus. Rationales Denken war seit ihrem Erscheinen nicht mehr möglich gewesen, doch nun war selbst primitivste Form des Denkens nicht möglich. Er spürte eine animalische Kraft in ihm, die die Kontrolle übernahm. Diese Frau gehörte ihm, er wollte sie für sich nehmen und nie wieder hergeben müssen. Er betrachtete sie als sein Eigentum. Denn er wusste mit hundertprozentiger Gewissheit, so banal dieses Wissen auch zu sein schein mochte, doch er wusste, dass er diese Frau von ganzem Herzen liebte. Sein Herz gehörte ihr seit sie sein Schlafzimmer betreten hatte.
Sie presste ihre weichen, vollen Lippen auf die seinen und dieser Kuss ließ ihn explodieren. Er wurde immer wilder und leidenschaftlicher, drängte sie, bis sie seiner Zunge einlass gewährte. Sie schmeckte so süß und ihre kleine spitze Zunge umkreiste seine. Er wollte mehr, doch sie ließ ab und lehnte sich ein wenig zurück um sich seinen fordernden Lippen zu entziehen. Während er sie ansah, schnappte er wie ein ertrinkender nach Luft. Er wollte mehr von diesen süßen Küssen, er brauchte mehr .
Ihre zarten Hände wanderten über seinen Hals über seine Brust und verharrte dort. Ihre Berührungen waren so sanft, so zart. Er machte sich keine Gedanken mehr darüber: Woher diese Frau kam? Wer sie war? Was sie von ihm wollte? Es spielte alles keine Rolle mehr, denn er war erfüllt von brennender, aufrichtiger Liebe zu dieser Fremden, die er schon sein ganzes Leben lang zu kennen schien.
Ihre Lippen bewegten sich und zum ersten mal hörte er seine Aphrodite sprechen- es war nur ein Flüstern. Ihre Stimme war so lieblich und vollkommen wie der Rest von ihr. "Gute Nacht, Liebling!", war das Letzte was er hörte, denn in der gleichen Sekunde riss sie ihm das Herz aus der Brust.
Sie hielt das noch pulsierende Organ in der Hand, dass seinen Lebenssaft auf dem Bett verteilte und sie war, genau wie sein Herz, erfüllt von grenzenloser Liebe.
12 Juli 2010
Geschwafel
Ach, Gottchen. Diese Hitze. Stolze 40°C waren es heute tagsüber. Dienstags soll es ja wieder ein wenig abkühlen. Und an meinem Geburtstag am Mittwoch sind es wieder 30°C, na das kann ja was werden!
Nun, unser Wunsch, dass der Winter endlich ein Ende nehme, ist allen Anschein nach erfüllt worden. Herzlich Willkommen globale Erderwärmung!
Im Momente leide ich an chronischer Lustlosigkeit. Aber wer tut das nicht bei diesen Temperaturen? Am liebsten würde ich den ganzen Tag in dem schönen, kühlen Keller vor mich hin dösen. Oder den ganzen Tag unter der Dusche stehen. Das wäre auch eine nette Alternative, aber das wäre, glaube ich, nicht unbedingt förderlich für geringe Wasserkosten.
Am Wochenende war ich in Berlin, deshalb kam leider nichts neues, obwohl ich im Moment quasi überlaufe vor Ideen. Zwar sind nicht alle es Wert, auch aufs Papier gebracht zu werden aber einige schon, denke ich zumindest. An sich war das Wochenende wundervoll, aber leider stellte sich schnell heraus, dass es Begleiterscheinungen aufwies. Nun ja. Heißt es nicht Nehmen und Geben. Für alles muss man bezahlen. Selbst für ein schönes Wochenende. Doch ich bin der Meinung, dass es eindeutig überteuert war. Aber naja, Berlin ist nun mal die Hauptstadt. Da muss man anscheinend mit Wucher rechnen. Der Preis für diese zwei Tage lag bei stolzen 29 Mückenstichen. Toppt das mal!. Es juckt wirklich überall! Aber zum glück gibt es kühlendes Fenistilgel. Ansonsten würde ich mich, glaube ich, wie ein Tier im Schlamm wälzen. Sähe bestimmt lustig aus.
Hach, ich beginne schon wieder zu schwafeln und über Gott und die Welt zu reden, dabei wollte ich eigentlich eine Geschichte schreiben. Aber naja, man muss auch mal spontan sein. Und wenn ihr die Geschichte lesen wollt müsst ihr diesen Text nun mal mitlesen. Zumindest dieses Mal, denn ich werde irgendwann, wenn ich den Drang dazu verspüre, ohne Absatz und total Übergangslos, mit meiner Geschichte anfangen. Ja, das Überraschungsmoment, war schon immer ein sehr wertvolles und wichtiges Bestandteil. Tue immer etwas unerwartetes! Verwirr deine Gegner!
Ja, es ist in der Tat viel zu heiß. Da wird man ganz kirre! Dass merkt man unteranderem, wenn man diesen sinnlosen Text ohne Raffinessen und Inhalt liest. Und wie anspruchsvoll er doch ist! Applaus, Applaus! Das ist so schön, die ganzen Wörter, die mir Tagsüber so durchs Köpfchen schwirren einfach mal festzuhalten. Ohne darüber nachzudenken. Manche von euch werden sich jetzt Fragen warum ich diesen Text niederschreibe. Die Antwort ist ganz einfach: Weil es MEIN Blog ist und hier veröffentliche ICH, was ICH will. Und wenn ihr MEINE Geschichten lesen wollt müsst ihr wohl oder übel, dieses uninteressante Zeug lesen. Ja ja, die Welt ist schon grausam. Aber was will man machen! So war es und so wird es immer sein. Jeder wird irgendwann einmal unterdrückt. Diesmal sitze ich am längeren Hebel. Nun theoretisch gesehen könntet ihr oben auf das niedliche, rote X klicken und diesen Blog schließen, aber das wäre ja langweilig. Vergesst das am besten ganz schnell wieder! Ist eine doofe Idee. Wo bleibt denn da der Spaß? Seht es als Herausforderung! Wenn ihr es schafft diesen Text zu Ende zu lesen, dann bekommt ihr zwar nichts, aber ihr könnt stolz von euch behaupten, dass ihr es geschafft habt. Das ist auch mal was! Weniger ist manchmal mehr! Die kleinen Dinge machen das Leben lebenswert, nicht wahr meine Lieben?
Hier kommt sogar ein Witz. Also passt auf: Was ist blau, lebt 10 Meter unter der Erde und frisst Steine? Na, wisst ihrs? Na los, ist doch gar nicht so schwer. Einfach ein bisschen drüber nachdenken. Oder ich sag‘s euch einfach. Trommelwirbel bitte: Ein blauer, zehn-Meter-unter-der-Erde lebender Steinfresser!
Na seht ihr war doch ganz einfach oder? Hach sind wir heute wieder komisch. Und nun reden wir auch noch im Plural von uns. Wir werden doch wohl nicht schizophren, Fräulein Ruppert?
Ist ja schon ein ganz schönes Stück Text hier. Ich bin beinahe schon stolz. Aber auch nur beinahe. Ich habe heute das Lied "Hier kommt Kurt" von Frank Zander gehört. Wollt ich nur mal gesagt haben. Damit ihr's wisst. Ist unglaublich spannend nicht wahr? Ich mag das Kostüm aus dem Video. Und noch mehr unnütze Informationen, herrlich! Ich schmeiße damit geradezu um mich!
So, das war eindeutig genug zu meiner Person. Ich könnte jetzt mit der Geschichte anfangen. Ich KÖNNTE, muss ich aber nicht. Denn ich bin die Autorin dieses Textes. Ich habe die Macht! Oh je und größenwahnsinnig bin ich auch. Welch eine Kombination. Geschichte, deine Meisterin befiehlt dir zu erscheinen:
Geschichte: Er versprach ihr, damals in der wehen Stunde ihrer Trennung, dass sie sich, wenn des Maies erste Morgenröte erscheine, wiedersehen würden. Er versprach es und sie, so naiv und so gutmütig, glaubte es ihm. Voller freudiger Erwartungen, sehnte sie sich nach ihrem baldigen Aufeinandertreffen. Allein der Gedanke daran, erquickte ihr Herz auf eine Weise, die nur er herzuführen vermochte. Denn er war derjenige, den sie begehrte. Er war derjenige, nachdem sie sich, seit jener zweisamen Nacht sehnte.
Seine Worte, so süß wie der Gesang einer Nachtigall, vermochten es sie immer aufs Neue, da hinschmelzen zu lassen.
Sie lauschte ihm voller Entzücken und glaubte all seine Versprechungen. Sie glaubte dem edlen Ritter, weil sie ihn liebte. Seit der Nacht im Walde, gehörte ihm ihr Herz. Und er erkor auch sie damals zu seiner Herzdame, so glaubte sie. Doch noch war es ein Geheimnis, das sie beide hüteten. Es verband sie. Er wollte in sein Heimatdorfe zurückkehren um alles für die baldige Vermählung vorzubereiten, so sagte er es ihr. Und so glaubte sie. Und heute, wenn das warme Licht der Sonne, die erste Mainacht vertrieb, würde er zu ihr zurückkehren. So glaubte sie. Sie stand auf ihrem Balkon und blickte über das Land. Erwartungsvoll, immer Richtung Norden schauend, wartete sie auf seine Ankunft.
Sie wartete auf ihren Verlobten, und sie hoffte, dass all das Warten, nicht vergebens sei.
Sie fror, nur in ihrem Seidennachtkleid stand sie hier auf dem Balkon. Es war noch Nachts, nicht einmal, das zarte Licht der Morgendämmerung, die das baldige Erscheinen der Sonne ankündigte, war eingetreten. Doch egal wie sehr sie sich dazu bewegen wollte, noch einmal, sei es auch nur für wenige Stunden, in die wogenden Arme des Schlafes zu gleiten, es gelang nicht. Zu aufgeregt war sie. Nicht einmal der werte Herr Papa, wusste von der heimlichen Verlobung, und heute würde ihr Ritter bei ihrem Vater um ihre Hand anhalten. Und der Herr des Hauses würde voller Stolz seine Einwilligung geben. So glaubte sie.
Er konnte nicht anders. Reich und erhaben war er, doch das war nicht der einzige Grund, wieso ihr Vater zustimmen musste. Wenn doch der Andere, viel ausschlaggebender und erfreulicher war. Ihre Liebe hatte schon nach dem ersten Beischlaf Früchte getragen. In jener Nacht, als er ihre Unschuld nahm, still und heimlich in dem Wäldchen, ganz nah. In jener Nacht hatte er ihr auch ein Geschenk gemacht. Zwei Monate so sagte er, verbrachte er in dem anderen Königreich. Und sie wartete auf ihn, voller Hoffnungen rannte sie, seit seinem Aufbruch, Tag für Tag nach dem Erwachen zu ihrer Magd um nach einem Briefe ihres Ritters zu Fragen. So süße Zeilen, vermochte nur er aufs Papier zu bringen, da sie aus seinem Herzen kamen, so glaubte sie. Mit jedem Brief verliebte sie sich mehr und mehr in ihn. Doch nach einer Zeit blieben die geliebten Briefe zu ihrem großen Bedauern aus. Er war zu sehr mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt, so glaubte sie.
Ihre Magd war die Einzige Unbeteiligte, die von dieser Nacht wusste. Es wäre ohnehin unvermeidbar gewesen. Spätestens als das Blut, dass hätte an ihren weißen Schenkeln herunterlaufen sollen, nicht kam, hätte ihre Magd, und mittlerweile auch treue Freundin, davon erfahren.
Sie stand auf ihrem Balkon und wartete auf ihren Verlobten, bereits zu so früher Stund. Als Fremder kam er in ihr Dorf und eroberte das Herz eines jeden Weibes im Sturm, doch entschieden hatte er sich für sie. So glaubte sie zumindest. Das schönste Kind im Dorfe, jung und unberührt. Sie wartete auf ihn den ganzen Tag. Die Mittagsstunde war bereits eingetreten und er kam nicht. Sie wartete. Tage, Monate, doch er kam nicht.
Und erst nun erkannte sie, dass jene Nacht ihr junges Leben zerstört hatte. Blind vor Naivität der Jugend, hatte sie sich ins Unglück gestürzt. Sie hatte sich von ihm so berühren lassen, wie es sich nur für den Ehegatten geziemt. Und nun bereute sie. Nun wurde ihr klar, dass sie nicht seine Herzdame, die Auserwählte war, sonder die naive Jungfer, die sich ein säuseln lies, durch seine Lügen und sich ihm hingab. Dies wusste sie. Die, die dann vergebens auf ihn wartete. Ohne Liebe hatte er sie berührte und ihr mehr genommen als nur die Chance auf eine glückliche Ehe. Nicht nur ihre Kindlichkeit, Naivität und Unschuld, sondern den Glauben an die wahre Liebe. Das Kind, das sie von nun an immer an ihre Sünde der Jungend, an ihre einzige Liebe erinnern sollte, erblickte das Licht der Welt und die Jahre zogen ins Land. Ihre Schönheit verflog und ihr damals so lieblich Anlitz erstarrte im Tode zu einer Maske der Verbitterung.
Nun, unser Wunsch, dass der Winter endlich ein Ende nehme, ist allen Anschein nach erfüllt worden. Herzlich Willkommen globale Erderwärmung!
Im Momente leide ich an chronischer Lustlosigkeit. Aber wer tut das nicht bei diesen Temperaturen? Am liebsten würde ich den ganzen Tag in dem schönen, kühlen Keller vor mich hin dösen. Oder den ganzen Tag unter der Dusche stehen. Das wäre auch eine nette Alternative, aber das wäre, glaube ich, nicht unbedingt förderlich für geringe Wasserkosten.
Am Wochenende war ich in Berlin, deshalb kam leider nichts neues, obwohl ich im Moment quasi überlaufe vor Ideen. Zwar sind nicht alle es Wert, auch aufs Papier gebracht zu werden aber einige schon, denke ich zumindest. An sich war das Wochenende wundervoll, aber leider stellte sich schnell heraus, dass es Begleiterscheinungen aufwies. Nun ja. Heißt es nicht Nehmen und Geben. Für alles muss man bezahlen. Selbst für ein schönes Wochenende. Doch ich bin der Meinung, dass es eindeutig überteuert war. Aber naja, Berlin ist nun mal die Hauptstadt. Da muss man anscheinend mit Wucher rechnen. Der Preis für diese zwei Tage lag bei stolzen 29 Mückenstichen. Toppt das mal!. Es juckt wirklich überall! Aber zum glück gibt es kühlendes Fenistilgel. Ansonsten würde ich mich, glaube ich, wie ein Tier im Schlamm wälzen. Sähe bestimmt lustig aus.
Hach, ich beginne schon wieder zu schwafeln und über Gott und die Welt zu reden, dabei wollte ich eigentlich eine Geschichte schreiben. Aber naja, man muss auch mal spontan sein. Und wenn ihr die Geschichte lesen wollt müsst ihr diesen Text nun mal mitlesen. Zumindest dieses Mal, denn ich werde irgendwann, wenn ich den Drang dazu verspüre, ohne Absatz und total Übergangslos, mit meiner Geschichte anfangen. Ja, das Überraschungsmoment, war schon immer ein sehr wertvolles und wichtiges Bestandteil. Tue immer etwas unerwartetes! Verwirr deine Gegner!
Ja, es ist in der Tat viel zu heiß. Da wird man ganz kirre! Dass merkt man unteranderem, wenn man diesen sinnlosen Text ohne Raffinessen und Inhalt liest. Und wie anspruchsvoll er doch ist! Applaus, Applaus! Das ist so schön, die ganzen Wörter, die mir Tagsüber so durchs Köpfchen schwirren einfach mal festzuhalten. Ohne darüber nachzudenken. Manche von euch werden sich jetzt Fragen warum ich diesen Text niederschreibe. Die Antwort ist ganz einfach: Weil es MEIN Blog ist und hier veröffentliche ICH, was ICH will. Und wenn ihr MEINE Geschichten lesen wollt müsst ihr wohl oder übel, dieses uninteressante Zeug lesen. Ja ja, die Welt ist schon grausam. Aber was will man machen! So war es und so wird es immer sein. Jeder wird irgendwann einmal unterdrückt. Diesmal sitze ich am längeren Hebel. Nun theoretisch gesehen könntet ihr oben auf das niedliche, rote X klicken und diesen Blog schließen, aber das wäre ja langweilig. Vergesst das am besten ganz schnell wieder! Ist eine doofe Idee. Wo bleibt denn da der Spaß? Seht es als Herausforderung! Wenn ihr es schafft diesen Text zu Ende zu lesen, dann bekommt ihr zwar nichts, aber ihr könnt stolz von euch behaupten, dass ihr es geschafft habt. Das ist auch mal was! Weniger ist manchmal mehr! Die kleinen Dinge machen das Leben lebenswert, nicht wahr meine Lieben?
Hier kommt sogar ein Witz. Also passt auf: Was ist blau, lebt 10 Meter unter der Erde und frisst Steine? Na, wisst ihrs? Na los, ist doch gar nicht so schwer. Einfach ein bisschen drüber nachdenken. Oder ich sag‘s euch einfach. Trommelwirbel bitte: Ein blauer, zehn-Meter-unter-der-Erde lebender Steinfresser!
Na seht ihr war doch ganz einfach oder? Hach sind wir heute wieder komisch. Und nun reden wir auch noch im Plural von uns. Wir werden doch wohl nicht schizophren, Fräulein Ruppert?
Ist ja schon ein ganz schönes Stück Text hier. Ich bin beinahe schon stolz. Aber auch nur beinahe. Ich habe heute das Lied "Hier kommt Kurt" von Frank Zander gehört. Wollt ich nur mal gesagt haben. Damit ihr's wisst. Ist unglaublich spannend nicht wahr? Ich mag das Kostüm aus dem Video. Und noch mehr unnütze Informationen, herrlich! Ich schmeiße damit geradezu um mich!
So, das war eindeutig genug zu meiner Person. Ich könnte jetzt mit der Geschichte anfangen. Ich KÖNNTE, muss ich aber nicht. Denn ich bin die Autorin dieses Textes. Ich habe die Macht! Oh je und größenwahnsinnig bin ich auch. Welch eine Kombination. Geschichte, deine Meisterin befiehlt dir zu erscheinen:
Geschichte: Er versprach ihr, damals in der wehen Stunde ihrer Trennung, dass sie sich, wenn des Maies erste Morgenröte erscheine, wiedersehen würden. Er versprach es und sie, so naiv und so gutmütig, glaubte es ihm. Voller freudiger Erwartungen, sehnte sie sich nach ihrem baldigen Aufeinandertreffen. Allein der Gedanke daran, erquickte ihr Herz auf eine Weise, die nur er herzuführen vermochte. Denn er war derjenige, den sie begehrte. Er war derjenige, nachdem sie sich, seit jener zweisamen Nacht sehnte.
Seine Worte, so süß wie der Gesang einer Nachtigall, vermochten es sie immer aufs Neue, da hinschmelzen zu lassen.
Sie lauschte ihm voller Entzücken und glaubte all seine Versprechungen. Sie glaubte dem edlen Ritter, weil sie ihn liebte. Seit der Nacht im Walde, gehörte ihm ihr Herz. Und er erkor auch sie damals zu seiner Herzdame, so glaubte sie. Doch noch war es ein Geheimnis, das sie beide hüteten. Es verband sie. Er wollte in sein Heimatdorfe zurückkehren um alles für die baldige Vermählung vorzubereiten, so sagte er es ihr. Und so glaubte sie. Und heute, wenn das warme Licht der Sonne, die erste Mainacht vertrieb, würde er zu ihr zurückkehren. So glaubte sie. Sie stand auf ihrem Balkon und blickte über das Land. Erwartungsvoll, immer Richtung Norden schauend, wartete sie auf seine Ankunft.
Sie wartete auf ihren Verlobten, und sie hoffte, dass all das Warten, nicht vergebens sei.
Sie fror, nur in ihrem Seidennachtkleid stand sie hier auf dem Balkon. Es war noch Nachts, nicht einmal, das zarte Licht der Morgendämmerung, die das baldige Erscheinen der Sonne ankündigte, war eingetreten. Doch egal wie sehr sie sich dazu bewegen wollte, noch einmal, sei es auch nur für wenige Stunden, in die wogenden Arme des Schlafes zu gleiten, es gelang nicht. Zu aufgeregt war sie. Nicht einmal der werte Herr Papa, wusste von der heimlichen Verlobung, und heute würde ihr Ritter bei ihrem Vater um ihre Hand anhalten. Und der Herr des Hauses würde voller Stolz seine Einwilligung geben. So glaubte sie.
Er konnte nicht anders. Reich und erhaben war er, doch das war nicht der einzige Grund, wieso ihr Vater zustimmen musste. Wenn doch der Andere, viel ausschlaggebender und erfreulicher war. Ihre Liebe hatte schon nach dem ersten Beischlaf Früchte getragen. In jener Nacht, als er ihre Unschuld nahm, still und heimlich in dem Wäldchen, ganz nah. In jener Nacht hatte er ihr auch ein Geschenk gemacht. Zwei Monate so sagte er, verbrachte er in dem anderen Königreich. Und sie wartete auf ihn, voller Hoffnungen rannte sie, seit seinem Aufbruch, Tag für Tag nach dem Erwachen zu ihrer Magd um nach einem Briefe ihres Ritters zu Fragen. So süße Zeilen, vermochte nur er aufs Papier zu bringen, da sie aus seinem Herzen kamen, so glaubte sie. Mit jedem Brief verliebte sie sich mehr und mehr in ihn. Doch nach einer Zeit blieben die geliebten Briefe zu ihrem großen Bedauern aus. Er war zu sehr mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt, so glaubte sie.
Ihre Magd war die Einzige Unbeteiligte, die von dieser Nacht wusste. Es wäre ohnehin unvermeidbar gewesen. Spätestens als das Blut, dass hätte an ihren weißen Schenkeln herunterlaufen sollen, nicht kam, hätte ihre Magd, und mittlerweile auch treue Freundin, davon erfahren.
Sie stand auf ihrem Balkon und wartete auf ihren Verlobten, bereits zu so früher Stund. Als Fremder kam er in ihr Dorf und eroberte das Herz eines jeden Weibes im Sturm, doch entschieden hatte er sich für sie. So glaubte sie zumindest. Das schönste Kind im Dorfe, jung und unberührt. Sie wartete auf ihn den ganzen Tag. Die Mittagsstunde war bereits eingetreten und er kam nicht. Sie wartete. Tage, Monate, doch er kam nicht.
Und erst nun erkannte sie, dass jene Nacht ihr junges Leben zerstört hatte. Blind vor Naivität der Jugend, hatte sie sich ins Unglück gestürzt. Sie hatte sich von ihm so berühren lassen, wie es sich nur für den Ehegatten geziemt. Und nun bereute sie. Nun wurde ihr klar, dass sie nicht seine Herzdame, die Auserwählte war, sonder die naive Jungfer, die sich ein säuseln lies, durch seine Lügen und sich ihm hingab. Dies wusste sie. Die, die dann vergebens auf ihn wartete. Ohne Liebe hatte er sie berührte und ihr mehr genommen als nur die Chance auf eine glückliche Ehe. Nicht nur ihre Kindlichkeit, Naivität und Unschuld, sondern den Glauben an die wahre Liebe. Das Kind, das sie von nun an immer an ihre Sünde der Jungend, an ihre einzige Liebe erinnern sollte, erblickte das Licht der Welt und die Jahre zogen ins Land. Ihre Schönheit verflog und ihr damals so lieblich Anlitz erstarrte im Tode zu einer Maske der Verbitterung.
08 Juli 2010
Die da draußen
Die Idee für diesen Text kam ganz spontan, gestern Abend im Bett. Ich konnte nicht einschlafen und habe meine Gedanken schwelgen lassen und nun habe ich auch wieder ein dutzend Ideen. Naja lest und seht woran ich Abends vor dem Einschlafen so denke.
Ich wachte auf. Wie viele Tage war ich hier nun schon? Ein? Zwei? Oder doch schon eine Woche? Der Raum war ganz weiß, komplett steril. In der Ecke lag eine Matratze und die Wände waren gepolstert. Sonst war hier nichts. Nichts, außer mir und ihr natürlich.
Und noch jemand war da. Ich sah sie zwar nicht aber ich wusste, dass sie da waren. Nicht in dem Raum. Davor. Draußen.
Die da draußen hatten mich mir ihr, hier rein gesperrt und beobachteten mich. Die da draußen hatten mich in diese Jacke gesteckt, sodass ich mich nicht gegen sie wehren konnte.
Die da draußen konnten keine Menschen sein. Nein. Zu so etwas grausamen konnten Menschen doch nicht in der Lage sein.
Das waren Monster, Aliens aus fremden Galaxien. Menschen waren zu so etwas schrecklichem nicht in der Lage. Das konnte einfach nicht sein. Ich war schließlich selbst ein Mensch. Warum hatten die da draußen mich hier eingesperrt? Und dann auch noch mit ihr? Sie beobachteten mich das wusste ich, aber wieso? Amüsierten sie sich? Ergötzten sie sich an meinem Leid?
Es war alles schon schlimm genug, bevor ich hier in diesem Raum war, mit gefesselten Armen. Da draußen in meinem normalen Leben, hat sie mir immer aufgelauert. Hat mir gedroht, mich gejagt und wenn sie mich bekam schlug sie mich und lachte mich aus. Aber dort konnte ich mich wehren. Ich konnte wegrennen.
Aber hier. Hier war ich ihr ausgeliefert. Hier musste ich alles, jede Pein, über mich ergehen lassen. Und die da draußen sahen zu.
Durch den Schlitz in der Tür wurde Essen hinein geschoben. Sie waren Krank! Sie sorgten dafür, dass ich nicht verhungerte oder verdurstete. Damit ich länger aushielt. Damit sie mich länger quälen konnte.
Ich wollte das nicht mit mir machen lassen. Ich wollte verhungern. Aber mein Magen trieb mich immer wieder dazu, über das Tablett herzufallen wie ein Tier.
Was war ich? War ich ein Versuchskaninchen? Teil einer Kranken Reality-Show? Oder hielten die da draußen mich als ihr Haustier und kamen, wenn sie Langeweile hatten.
Ich schlang mein Essen herrunter. Schnell solange sie noch schlief. Wenn sie schlief, verschwand sie einfach. Wahrscheinlich, holten die da draußen sie hier raus. Damit sie nicht verrückt wurde. Oder sie versteckte sich. Um mich in Sicherheit zu wiegen. Aber das funktionierte nicht. Denn ich wusste, dass sie wieder auftauchen würde.
Mit dieser verdammten Jacke musste ich mich wirklich wie ein Tier über den Teller beugen. Als ich fertig mit dem Essen war, war mein ganzes Gesicht verschmiert. Ich kroch zurück auf die Matratze. Gleich würde sie kommen. Und die da draußen würden uns beobachten. Ich machte mich ganz klein.
Und wartete. Und wartete. Und wartete.
Und sie kam. Wie ich sie hasste. Dieses Mädchen. Warum nur ich? Wieso quälte sie mich, und nicht jemand anderen? Sie stand in der anderen Ecke des Raumes. Noch weit entfernt. Aber sie kam näher. Ihr eines Bein zog sie unnatürlich hinterher. Als sei es gebrochen. Sie war blass, ihre Haut war beinahe schon durchscheinend. Überall hatte sie Wunden und Kratzer und ihre Blöße wurde nur durch ein zerrissenes, schmutziges, graues Kleid bedeckt, das einst wahrscheinlich weiß gewesen war. Ihr langes Schwarzes Haar hing bis zu den Knospengroßen Hügeln, die ihre kindlichen Busen darstellten. Das Mädchen war geschunden, doch das schlimmste war ihr Blick.
Er war wirr, voller Hass und Neid auf alles was lebte. Und immer, immer wieder verzog sie die rissigen Lippen, wobei diese aufplatzten und zu bluten begannen, zu einem hämischen Grimasse. Der Anblick war furchtbar. Sie sprach nie. Das musste sie nicht. Ich wusste auch so was sie wollte.
Sie kam immer näher. Ich konnte nichts tun. Konnte nicht wegrennen. Konnte nicht um mich schlagen. Ich konnte nur hier in der Ecke sitzen, die Augen schließen, mich zusammenrollen und auf sie, und die damit verbundenen Schmerzen und Ängste, warten.
Und das tat ich. Eine ganze Weile. Ich hörte ihren röchelnden Atem, als bekäme sie schlecht Luft. Sie musste genau vor mir sein. Langsam und vorsichtig hob ich den Blick. Dort stand sie. Sie sah auf mich herab. Grinste mich an, mit Blut am Kinn. Langsam hob sie eine Hand. Sie streckte sie nach mir aus. Gleich würde sie mich schlagen. Ich zog den Kopf ein. Doch, der Schlag kam nicht
Ich sah wieder hoch. Ruckartig, legte ihre kleine Kinderhand direkt auf mein Gesicht. Sie war eiskalt. Und die Kälte zog sich durch jeden Faser meines Körpers. Mit einem Mal spürte ich all ihre Empfindungen. Angst, Enttäuschung und Verbitterung. Und am schlimmsten war der Zorn. Der reine Blinde Zorn auf alles Lebende. Nur Kinder waren in der Lage bedingungslos zu Hassen und zu Lieben. Ich wusste nicht, was ihr angetan wurde, aber es musste grausam gewesen sein. Ihr schrilles Lachen durchbrach die Stille. Sie genoss es, zu sehen wie ich unter den Gefühlen, die sie mir gab zusammenbrach. Und ich schrie. Ich schrie vor blinder Angst.
Und die da draußen sahen nur eine psychisch kranke Frau, die in der Ecke der Gummizelle saß. Mit einer Zwangsjacke. Sie sahen nur eine Kranke Frau, allein in einem weißen Raum, die schrie und schrie und schrie.
Ich wachte auf. Wie viele Tage war ich hier nun schon? Ein? Zwei? Oder doch schon eine Woche? Der Raum war ganz weiß, komplett steril. In der Ecke lag eine Matratze und die Wände waren gepolstert. Sonst war hier nichts. Nichts, außer mir und ihr natürlich.
Und noch jemand war da. Ich sah sie zwar nicht aber ich wusste, dass sie da waren. Nicht in dem Raum. Davor. Draußen.
Die da draußen hatten mich mir ihr, hier rein gesperrt und beobachteten mich. Die da draußen hatten mich in diese Jacke gesteckt, sodass ich mich nicht gegen sie wehren konnte.
Die da draußen konnten keine Menschen sein. Nein. Zu so etwas grausamen konnten Menschen doch nicht in der Lage sein.
Das waren Monster, Aliens aus fremden Galaxien. Menschen waren zu so etwas schrecklichem nicht in der Lage. Das konnte einfach nicht sein. Ich war schließlich selbst ein Mensch. Warum hatten die da draußen mich hier eingesperrt? Und dann auch noch mit ihr? Sie beobachteten mich das wusste ich, aber wieso? Amüsierten sie sich? Ergötzten sie sich an meinem Leid?
Es war alles schon schlimm genug, bevor ich hier in diesem Raum war, mit gefesselten Armen. Da draußen in meinem normalen Leben, hat sie mir immer aufgelauert. Hat mir gedroht, mich gejagt und wenn sie mich bekam schlug sie mich und lachte mich aus. Aber dort konnte ich mich wehren. Ich konnte wegrennen.
Aber hier. Hier war ich ihr ausgeliefert. Hier musste ich alles, jede Pein, über mich ergehen lassen. Und die da draußen sahen zu.
Durch den Schlitz in der Tür wurde Essen hinein geschoben. Sie waren Krank! Sie sorgten dafür, dass ich nicht verhungerte oder verdurstete. Damit ich länger aushielt. Damit sie mich länger quälen konnte.
Ich wollte das nicht mit mir machen lassen. Ich wollte verhungern. Aber mein Magen trieb mich immer wieder dazu, über das Tablett herzufallen wie ein Tier.
Was war ich? War ich ein Versuchskaninchen? Teil einer Kranken Reality-Show? Oder hielten die da draußen mich als ihr Haustier und kamen, wenn sie Langeweile hatten.
Ich schlang mein Essen herrunter. Schnell solange sie noch schlief. Wenn sie schlief, verschwand sie einfach. Wahrscheinlich, holten die da draußen sie hier raus. Damit sie nicht verrückt wurde. Oder sie versteckte sich. Um mich in Sicherheit zu wiegen. Aber das funktionierte nicht. Denn ich wusste, dass sie wieder auftauchen würde.
Mit dieser verdammten Jacke musste ich mich wirklich wie ein Tier über den Teller beugen. Als ich fertig mit dem Essen war, war mein ganzes Gesicht verschmiert. Ich kroch zurück auf die Matratze. Gleich würde sie kommen. Und die da draußen würden uns beobachten. Ich machte mich ganz klein.
Und wartete. Und wartete. Und wartete.
Und sie kam. Wie ich sie hasste. Dieses Mädchen. Warum nur ich? Wieso quälte sie mich, und nicht jemand anderen? Sie stand in der anderen Ecke des Raumes. Noch weit entfernt. Aber sie kam näher. Ihr eines Bein zog sie unnatürlich hinterher. Als sei es gebrochen. Sie war blass, ihre Haut war beinahe schon durchscheinend. Überall hatte sie Wunden und Kratzer und ihre Blöße wurde nur durch ein zerrissenes, schmutziges, graues Kleid bedeckt, das einst wahrscheinlich weiß gewesen war. Ihr langes Schwarzes Haar hing bis zu den Knospengroßen Hügeln, die ihre kindlichen Busen darstellten. Das Mädchen war geschunden, doch das schlimmste war ihr Blick.
Er war wirr, voller Hass und Neid auf alles was lebte. Und immer, immer wieder verzog sie die rissigen Lippen, wobei diese aufplatzten und zu bluten begannen, zu einem hämischen Grimasse. Der Anblick war furchtbar. Sie sprach nie. Das musste sie nicht. Ich wusste auch so was sie wollte.
Sie kam immer näher. Ich konnte nichts tun. Konnte nicht wegrennen. Konnte nicht um mich schlagen. Ich konnte nur hier in der Ecke sitzen, die Augen schließen, mich zusammenrollen und auf sie, und die damit verbundenen Schmerzen und Ängste, warten.
Und das tat ich. Eine ganze Weile. Ich hörte ihren röchelnden Atem, als bekäme sie schlecht Luft. Sie musste genau vor mir sein. Langsam und vorsichtig hob ich den Blick. Dort stand sie. Sie sah auf mich herab. Grinste mich an, mit Blut am Kinn. Langsam hob sie eine Hand. Sie streckte sie nach mir aus. Gleich würde sie mich schlagen. Ich zog den Kopf ein. Doch, der Schlag kam nicht
Ich sah wieder hoch. Ruckartig, legte ihre kleine Kinderhand direkt auf mein Gesicht. Sie war eiskalt. Und die Kälte zog sich durch jeden Faser meines Körpers. Mit einem Mal spürte ich all ihre Empfindungen. Angst, Enttäuschung und Verbitterung. Und am schlimmsten war der Zorn. Der reine Blinde Zorn auf alles Lebende. Nur Kinder waren in der Lage bedingungslos zu Hassen und zu Lieben. Ich wusste nicht, was ihr angetan wurde, aber es musste grausam gewesen sein. Ihr schrilles Lachen durchbrach die Stille. Sie genoss es, zu sehen wie ich unter den Gefühlen, die sie mir gab zusammenbrach. Und ich schrie. Ich schrie vor blinder Angst.
Und die da draußen sahen nur eine psychisch kranke Frau, die in der Ecke der Gummizelle saß. Mit einer Zwangsjacke. Sie sahen nur eine Kranke Frau, allein in einem weißen Raum, die schrie und schrie und schrie.
07 Juli 2010
Freitag der Dreizehnte
Heute morgen saß ich mit meiner Mutter, die heute ganz nebenbei ihren Vierzigsten feiert- für diejenigen die es interessiert, auf der Terrasse und unterhielt mich ganz nett mit ihr. Und plötzlich, wie aus dem Nichts schoss mir ein Satz durch den Kopf: Scheiße gelaufen, was?
Hab eine Weile darüber nachgedacht und mir eine Geschichte zusammengesponnen. Also hier habt ihr endlich mal wieder neuen Lesestoff! Viel Spaß!
Ich öffnete die Augen und blinzelte wegen der Morgensonne. Langsam stand ich auf, ich war noch so müde. Welchen Tag hatten wir heute? Ich sah auf meine Radiowecker: Freitag, der Dreizehnte Punkt, 09:00. Ich schlenderte ins Bad um mir die Zähne zu putzen. Moment?! NEUN UHR?! Ich hätte schon seit einer Stunde bei der Arbeit sein müssen. Verdammt! Ich rannte ins Bad, sprang unter die Dusche und putzte dabei meine Zähne. Das Wasser war eiskalt. Der scheiß Heizofen war mal wieder defekt. Naja wenigstens duschte ich unter den Umständen schneller. Ich sprang aus der Dusche und trocknete mich ab.Da ich so in Eile war, stieß ich mit dem Ellbogen gegen den Wandspiegel ,so dass er auf den Boden krachte und zerbrach! Jetzt musste ich auch noch die gottverdammten Scherben wegfegen, dabei war ich so spät dran. Wie sagt man so schön: sieben Jahre Pech. Das hatte mir noch gefehlt. Nicht das ich an so was glaubte. Alte Volksmärchen- lächerlich. Als ich aus dem Bad kam war es bereits zwanzig nach neun.
Ich gewährte mir, trotz des Zeitdrucks noch einen Kaffee, denn sonst würde ich in der Firma einschlafen. Ohne meinen morgenetlichen Kaffee war ich zu nichts zu gebrauchen. Ohne ihn war ich nur ein halber Mensch. Ich schüttete den Kaffee in mich hinein und verbrannte mir die Zunge. Echt ein toller Tag! Kann ja noch heiter werden.
Ich spurtete in die Garage, nur um festzustellen, dass das Auto nicht da stand wo es sein sollte.
Da fiel es mir ein, meine Frau hatte das Auto ja mitgenommen, weil sie mit unseren beiden Töchtern, 5 und 7 Jahre alt waren sie, zu ihrer furchtbaren Mutter gefahren war. Zu meiner Schwiegermutter. Wie ich diese Frau hasste. Immer nur am kritisieren. Und von Anfang an war sie gegen unsere Ehe gewesen, weil ich ja nicht gut genug war! So ein alter Hausdrache! Während ich mich über meine Schwiegermutter aufregte, rannte ich aus unserer Einfahrt auf die Straße. 5 km bis zur Arbeit. Das ging ja noch.
Ich rannte und rannte und wäre beinahe über die schwarze Nachbarskatze gestolpert die mir über den Weg lief. Verdammtes Ding. Erwähnte ich bereits, dass ich Katzen fast so sehr hasste wie meine Schwiegermutter? Nein? Nun jetzt ist es ja raus!
Verschwitzt kam ich beim Büro an. Im Foyer herrschte Chaos. Renovierungsarbeiten. Ich spurtete zum Fahrstuhl, mein Büro lag im 12 Stock- in der letzten Etage. Da nehme ich bestimmt nicht die Treppen!
Direkt unter der Leiter eines Malers hindurch, schlüpfte ich zum Fahrstuhl nur um festzustellen, das dieses verdammte Drecksteil defekt war?! Was sollte das denn?! Es ist ja schon eine Schande das es in einem Gebäude mit sage und schreibe 12 Stockwerken nur einen Fahrstuhl gab. Und dann war der auch noch kaputt?!
Freitag der Dreizehnte,der zerbrochene Spiegel, dieses schwarze Katzenvieh und ich bin unter einer Leiter hindurchgelaufen. Das bringt alles Pech. Angeblich. Aberglaube, Pah! Das ist was für Kinder und alte Damen. Ich war eben in Eile, da passieren Missgeschicke nunmal. Und das mit dem Fahrstuhl war Zufall. Ich würde mir gleich die Standpauke von meinem Lackaffe von Chef anhören und dann wie immer diesen Arbeitstag über mich ergehen lassen und Abends meine Frau und meine Kinder endlich wieder in die Arme schließen.
Also auf geht's zur Treppe.
Als ich endlich oben angekommen war atmete ich tief durch.War das anstrengend! Ich nahm mir vor mich wieder im Fitnesscenter einzuschreiben. Der Herr war auch mal sportlicher gewesen!
Als ich in mein Büro kam meinte Frieda, die Empfangsdame gleich:" Der Boss will dich sprechen. Er hat gesagt ich soll dich sofort zu ihm schicken, wenn du hier aufkreuzt."
Das konnte ja was werden! Also ich atmete noch einmal tief durch und ging zum Büro meines Chef's.
Er saß auf seinem Chefsessel und starrte mich Finster an, mit einer Hand wies er auf den leeren Platz gegenüber.
"Mein lieber Herr Kaiser", begann er: " Sind sie sich darüber im Klaren, dass sie in diesem Jahr bereits zum exakt vierzehnten mal zu spät kommen? Und erinnern Sie sich noch daran, wie ich Sie mit einer Engelsgeduld jedes Mal nur ermahnt habe. Ich bin wirklich ein großzügiger und toleranter Mensch Herr Kaiser, dass wissen sie." Und ich dachte mir nur: Ja natürlich bist du das und ein ganz Wichtiger, das bist du auch, natürlich. Scheiß Lackaffe. "Doch nun mein lieber Herr Kaiser", setzte er fort: " Ist meine Geduld am Ende. Vierzehn grundlose Verspätungen kann und will ich in meiner Firma nicht dulden! Ich muss ihnen leider mitteilen, dass sie hiermit fristlos Entlassen sind. Auf Wiedersehen, Herr Kaiser. Bitte räumen Sie ihren Schreibtisch und dann verlassen Sie dieses Gebäude."
Völlig perplex verließ ich ohne ein Wort sein Büro. Das war doch wohl nicht sein ernst, elf Gottverdammte Jahre meines beschissenen Lebens mallochte ich bei viel zu geringem Gehalt, in der Firma dieses Sklaventreibers, und so dankte er mir? Dieser aufgeblasene Mistkerl wird schon sehen wie er ohne mich zurechtkommt!
Dann mach ich mir eben ein schönen Tag zu Hause, meine Frau müsste auch schon wieder da sein. Ich schlenderte nach Hause und verfluchte diesen Tag! Was sollte ich nun machen ohne Job. Die Zeiten waren verdammt schlecht. Wer weiß, wann ich etwas neues finden würde. Ach, das muss schon werden schließlich arbeitet meine Frau und wenn wir uns ein wenig einschränken reicht ihr Gehalt alle male.
Als ich endlich zu Hause ankam sah ich das Auto bereits in der Einfahrt vor dem Haus parken. Ich trat ein. "Linda?", rief ich: " ich bin schon zu Hause, Liebling!" Keine Antwort. Komisch. Ich hatte das Auto doch eben grade in der Einfahrt stehen sehen.Vielleicht war sie in der Küche. Dort angekommen fand auf dem Tresen einen blauen Zettel. Lindas Handschrift. Und ich begann zu lesen.
Lieber Frank,
es tut mir Leid, aber ich und die Kinder werden nicht mehr wiederkommen. Du kannst sie jedes zweite Wochenende zu dir nehmen. Wir haben uns einfach auseinander gelebt. Jeden Tag hast du Überstunden gemacht oder die Zeit in der Garage bei deinem Auto verbracht, du hast mich nie nach meinem Befinden gefragt und mich bei nichts unterstützt, was ich tat. Der Mann voller Leidenschaft und Liebe für mich, der Mann in den ich mich damals so verliebt hatte, der bist du Leider nicht mehr.
Ich war einsam Frank, also suchte ich mir die Liebe, die du mir nicht gabst bei einem Anderen. Und ich habe mich in ihn verliebt. Ich bin so glücklich mit ihm, wie ich es mit dir schon so lange nichtmehr gewesen war. Und die Mädchen mögen ihn auch.
Ich war nicht bei meiner Mutter, ich war bei ihm.
Es tut mir Leid, dass ich dich angelogen habe und es tut mir Leid, dass ich es dir so- per Brief, und nicht persönlich sage, aber ich kann dir nicht mehr vor die Augen treten. Ich habe nicht die Kraft dazu.
Wenn du ehrlich zu dir bist Frank, dann weißt du, dass wir nur noch wegen den Mädchen zusammen geblieben sind. Aber ich will glücklich sein Frank. Ich will mich nicht mehr länger aufopfern und um eine verlorene Ehe kämpfen.
Das Haus, das Auto- Alles überlasse ich dir. Meine Kleidung habe ich bereits abgeholt.Und die Sachen der Mädchen auch. Sei bitte nicht zu enttäuscht von mir. Ich hoffe, dass wir eines Tages wieder zusammen an einem Tisch sitzen können- Als Freunde. Und Frank, danke für die wundervollen Jahre und die zwei Töchter die du mir geschenkt hast!
Lebe Wohl
Linda
Ich schluckte. Das konnte einfach nicht Wahr sein. Warum? Ich las den Brief immer und immer wieder. In der Hoffnung, dass ich beim nächsten Mal etwas Anderes darauf lesen würde. Aber Fehlanzeige. Doch irgendwie konnte ich es immer noch nicht glauben. Linda, meine Linda. Wie konnte sie nur?
Ich ging hoch ins Schlafzimmer und sah in den Schrank. Tatsächlich, all ihre Sachen waren fort. Ich ging in Die Zimmer der Mädchen und fand genau, das selbe vor. Ein Zimmer. Ein lebloses Zimmer. Alles an persönlichen Gegenstände waren fort. Selbst die Musterzimmer in Möbelhäusern sahen belebter aus als diese Beiden.
Okay, ich glaube nun war ich in der Lage zu behaupten, dass dies mit Abstand der beschissenste Tag in dem Leben eines Mannes sei. Es konnte nicht schlimmer kommen.
In so einer Situation, gab es nur eines was ein Mann tun konnte. In die nächste Kneipe. Ja, der gute alte Alkohol. Der bleibt einem, egal was kommt. Wenigstens hatte sie mir mein Auto gelassen. Mein Baby, das einzige was ich noch hatte. Ein 2 Jahre alter BMW. Top Modell. Und ich hatte es gehegt und gepflegt wie meinen Augapfel.
Ich ging durch die Garage und lies das Tor hoch, um die Einfahrt zu betreten.
Liebevoll streichelte ich über die Motorhaube. Ich umrundete mein Baby. So eine Schönheit. Ich hielt inne als ich an dem Kofferraum ankam. Ich starrte ungläubig auf den hinteren Teil meines Autos. Ich hielt es nicht mehr länger aus. Ich konnte die Tränen nicht länger zurückhalten. Das hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Was hatte dieses Biest getan? Wie konnte sie nur? Mein Schätzchen, was hatte sie dir angetan? Hinten an der rechten Seite, war ein riesiger Kratzer im dunkelblauen Lack.
Ich war ein gebrochener Mann. Ich setzte mich auf den Gehsteig und lehnte mich an mein Wagen. Ja, vielleicht ist doch was dran am Freitag dem dreizehnten. Oder ich war einfach nur grundlos die ärmste Sau Deutschlands. Wer weiß.
Was für ein Tag. ich dachte es hätte nicht schlimmer kommen können.
Job weg, Frau weg, Kratzer im Lack. Und ich dachte nur: Scheiße gelaufen, was?
Hab eine Weile darüber nachgedacht und mir eine Geschichte zusammengesponnen. Also hier habt ihr endlich mal wieder neuen Lesestoff! Viel Spaß!
Ich öffnete die Augen und blinzelte wegen der Morgensonne. Langsam stand ich auf, ich war noch so müde. Welchen Tag hatten wir heute? Ich sah auf meine Radiowecker: Freitag, der Dreizehnte Punkt, 09:00. Ich schlenderte ins Bad um mir die Zähne zu putzen. Moment?! NEUN UHR?! Ich hätte schon seit einer Stunde bei der Arbeit sein müssen. Verdammt! Ich rannte ins Bad, sprang unter die Dusche und putzte dabei meine Zähne. Das Wasser war eiskalt. Der scheiß Heizofen war mal wieder defekt. Naja wenigstens duschte ich unter den Umständen schneller. Ich sprang aus der Dusche und trocknete mich ab.Da ich so in Eile war, stieß ich mit dem Ellbogen gegen den Wandspiegel ,so dass er auf den Boden krachte und zerbrach! Jetzt musste ich auch noch die gottverdammten Scherben wegfegen, dabei war ich so spät dran. Wie sagt man so schön: sieben Jahre Pech. Das hatte mir noch gefehlt. Nicht das ich an so was glaubte. Alte Volksmärchen- lächerlich. Als ich aus dem Bad kam war es bereits zwanzig nach neun.
Ich gewährte mir, trotz des Zeitdrucks noch einen Kaffee, denn sonst würde ich in der Firma einschlafen. Ohne meinen morgenetlichen Kaffee war ich zu nichts zu gebrauchen. Ohne ihn war ich nur ein halber Mensch. Ich schüttete den Kaffee in mich hinein und verbrannte mir die Zunge. Echt ein toller Tag! Kann ja noch heiter werden.
Ich spurtete in die Garage, nur um festzustellen, dass das Auto nicht da stand wo es sein sollte.
Da fiel es mir ein, meine Frau hatte das Auto ja mitgenommen, weil sie mit unseren beiden Töchtern, 5 und 7 Jahre alt waren sie, zu ihrer furchtbaren Mutter gefahren war. Zu meiner Schwiegermutter. Wie ich diese Frau hasste. Immer nur am kritisieren. Und von Anfang an war sie gegen unsere Ehe gewesen, weil ich ja nicht gut genug war! So ein alter Hausdrache! Während ich mich über meine Schwiegermutter aufregte, rannte ich aus unserer Einfahrt auf die Straße. 5 km bis zur Arbeit. Das ging ja noch.
Ich rannte und rannte und wäre beinahe über die schwarze Nachbarskatze gestolpert die mir über den Weg lief. Verdammtes Ding. Erwähnte ich bereits, dass ich Katzen fast so sehr hasste wie meine Schwiegermutter? Nein? Nun jetzt ist es ja raus!
Verschwitzt kam ich beim Büro an. Im Foyer herrschte Chaos. Renovierungsarbeiten. Ich spurtete zum Fahrstuhl, mein Büro lag im 12 Stock- in der letzten Etage. Da nehme ich bestimmt nicht die Treppen!
Direkt unter der Leiter eines Malers hindurch, schlüpfte ich zum Fahrstuhl nur um festzustellen, das dieses verdammte Drecksteil defekt war?! Was sollte das denn?! Es ist ja schon eine Schande das es in einem Gebäude mit sage und schreibe 12 Stockwerken nur einen Fahrstuhl gab. Und dann war der auch noch kaputt?!
Freitag der Dreizehnte,der zerbrochene Spiegel, dieses schwarze Katzenvieh und ich bin unter einer Leiter hindurchgelaufen. Das bringt alles Pech. Angeblich. Aberglaube, Pah! Das ist was für Kinder und alte Damen. Ich war eben in Eile, da passieren Missgeschicke nunmal. Und das mit dem Fahrstuhl war Zufall. Ich würde mir gleich die Standpauke von meinem Lackaffe von Chef anhören und dann wie immer diesen Arbeitstag über mich ergehen lassen und Abends meine Frau und meine Kinder endlich wieder in die Arme schließen.
Also auf geht's zur Treppe.
Als ich endlich oben angekommen war atmete ich tief durch.War das anstrengend! Ich nahm mir vor mich wieder im Fitnesscenter einzuschreiben. Der Herr war auch mal sportlicher gewesen!
Als ich in mein Büro kam meinte Frieda, die Empfangsdame gleich:" Der Boss will dich sprechen. Er hat gesagt ich soll dich sofort zu ihm schicken, wenn du hier aufkreuzt."
Das konnte ja was werden! Also ich atmete noch einmal tief durch und ging zum Büro meines Chef's.
Er saß auf seinem Chefsessel und starrte mich Finster an, mit einer Hand wies er auf den leeren Platz gegenüber.
"Mein lieber Herr Kaiser", begann er: " Sind sie sich darüber im Klaren, dass sie in diesem Jahr bereits zum exakt vierzehnten mal zu spät kommen? Und erinnern Sie sich noch daran, wie ich Sie mit einer Engelsgeduld jedes Mal nur ermahnt habe. Ich bin wirklich ein großzügiger und toleranter Mensch Herr Kaiser, dass wissen sie." Und ich dachte mir nur: Ja natürlich bist du das und ein ganz Wichtiger, das bist du auch, natürlich. Scheiß Lackaffe. "Doch nun mein lieber Herr Kaiser", setzte er fort: " Ist meine Geduld am Ende. Vierzehn grundlose Verspätungen kann und will ich in meiner Firma nicht dulden! Ich muss ihnen leider mitteilen, dass sie hiermit fristlos Entlassen sind. Auf Wiedersehen, Herr Kaiser. Bitte räumen Sie ihren Schreibtisch und dann verlassen Sie dieses Gebäude."
Völlig perplex verließ ich ohne ein Wort sein Büro. Das war doch wohl nicht sein ernst, elf Gottverdammte Jahre meines beschissenen Lebens mallochte ich bei viel zu geringem Gehalt, in der Firma dieses Sklaventreibers, und so dankte er mir? Dieser aufgeblasene Mistkerl wird schon sehen wie er ohne mich zurechtkommt!
Dann mach ich mir eben ein schönen Tag zu Hause, meine Frau müsste auch schon wieder da sein. Ich schlenderte nach Hause und verfluchte diesen Tag! Was sollte ich nun machen ohne Job. Die Zeiten waren verdammt schlecht. Wer weiß, wann ich etwas neues finden würde. Ach, das muss schon werden schließlich arbeitet meine Frau und wenn wir uns ein wenig einschränken reicht ihr Gehalt alle male.
Als ich endlich zu Hause ankam sah ich das Auto bereits in der Einfahrt vor dem Haus parken. Ich trat ein. "Linda?", rief ich: " ich bin schon zu Hause, Liebling!" Keine Antwort. Komisch. Ich hatte das Auto doch eben grade in der Einfahrt stehen sehen.Vielleicht war sie in der Küche. Dort angekommen fand auf dem Tresen einen blauen Zettel. Lindas Handschrift. Und ich begann zu lesen.
Lieber Frank,
es tut mir Leid, aber ich und die Kinder werden nicht mehr wiederkommen. Du kannst sie jedes zweite Wochenende zu dir nehmen. Wir haben uns einfach auseinander gelebt. Jeden Tag hast du Überstunden gemacht oder die Zeit in der Garage bei deinem Auto verbracht, du hast mich nie nach meinem Befinden gefragt und mich bei nichts unterstützt, was ich tat. Der Mann voller Leidenschaft und Liebe für mich, der Mann in den ich mich damals so verliebt hatte, der bist du Leider nicht mehr.
Ich war einsam Frank, also suchte ich mir die Liebe, die du mir nicht gabst bei einem Anderen. Und ich habe mich in ihn verliebt. Ich bin so glücklich mit ihm, wie ich es mit dir schon so lange nichtmehr gewesen war. Und die Mädchen mögen ihn auch.
Ich war nicht bei meiner Mutter, ich war bei ihm.
Es tut mir Leid, dass ich dich angelogen habe und es tut mir Leid, dass ich es dir so- per Brief, und nicht persönlich sage, aber ich kann dir nicht mehr vor die Augen treten. Ich habe nicht die Kraft dazu.
Wenn du ehrlich zu dir bist Frank, dann weißt du, dass wir nur noch wegen den Mädchen zusammen geblieben sind. Aber ich will glücklich sein Frank. Ich will mich nicht mehr länger aufopfern und um eine verlorene Ehe kämpfen.
Das Haus, das Auto- Alles überlasse ich dir. Meine Kleidung habe ich bereits abgeholt.Und die Sachen der Mädchen auch. Sei bitte nicht zu enttäuscht von mir. Ich hoffe, dass wir eines Tages wieder zusammen an einem Tisch sitzen können- Als Freunde. Und Frank, danke für die wundervollen Jahre und die zwei Töchter die du mir geschenkt hast!
Lebe Wohl
Linda
Ich schluckte. Das konnte einfach nicht Wahr sein. Warum? Ich las den Brief immer und immer wieder. In der Hoffnung, dass ich beim nächsten Mal etwas Anderes darauf lesen würde. Aber Fehlanzeige. Doch irgendwie konnte ich es immer noch nicht glauben. Linda, meine Linda. Wie konnte sie nur?
Ich ging hoch ins Schlafzimmer und sah in den Schrank. Tatsächlich, all ihre Sachen waren fort. Ich ging in Die Zimmer der Mädchen und fand genau, das selbe vor. Ein Zimmer. Ein lebloses Zimmer. Alles an persönlichen Gegenstände waren fort. Selbst die Musterzimmer in Möbelhäusern sahen belebter aus als diese Beiden.
Okay, ich glaube nun war ich in der Lage zu behaupten, dass dies mit Abstand der beschissenste Tag in dem Leben eines Mannes sei. Es konnte nicht schlimmer kommen.
In so einer Situation, gab es nur eines was ein Mann tun konnte. In die nächste Kneipe. Ja, der gute alte Alkohol. Der bleibt einem, egal was kommt. Wenigstens hatte sie mir mein Auto gelassen. Mein Baby, das einzige was ich noch hatte. Ein 2 Jahre alter BMW. Top Modell. Und ich hatte es gehegt und gepflegt wie meinen Augapfel.
Ich ging durch die Garage und lies das Tor hoch, um die Einfahrt zu betreten.
Liebevoll streichelte ich über die Motorhaube. Ich umrundete mein Baby. So eine Schönheit. Ich hielt inne als ich an dem Kofferraum ankam. Ich starrte ungläubig auf den hinteren Teil meines Autos. Ich hielt es nicht mehr länger aus. Ich konnte die Tränen nicht länger zurückhalten. Das hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Was hatte dieses Biest getan? Wie konnte sie nur? Mein Schätzchen, was hatte sie dir angetan? Hinten an der rechten Seite, war ein riesiger Kratzer im dunkelblauen Lack.
Ich war ein gebrochener Mann. Ich setzte mich auf den Gehsteig und lehnte mich an mein Wagen. Ja, vielleicht ist doch was dran am Freitag dem dreizehnten. Oder ich war einfach nur grundlos die ärmste Sau Deutschlands. Wer weiß.
Was für ein Tag. ich dachte es hätte nicht schlimmer kommen können.
Job weg, Frau weg, Kratzer im Lack. Und ich dachte nur: Scheiße gelaufen, was?
Buchtipp! Die verborgene Stadt
Hallöchen! Leider komme ich in letzter Zeit nicht dazu zu schreiben. Zu viel um die Ohren. Aber ich versuche heute mal wieder ein oder sogar zwei Geschichten zu Veröffentlichen. Ich habe schon viele Rückmeldungen bekommen,wofür ich sehr dankbar bin! Ganz besonders hat es mich gefreut, dass Uli Stein mal reingelesen hat! Und eine kleine Bitte, wenn ihr die Geschichten lest gebt mir doch bitte eine Rückmeldung, nur ein klitzekleines Kommentar, damit ich weiß was ich in Zukunft besser machen kann.
Nun aber zum eigentlichen Thema dieses Post: Der Phantastikroman "Die verborgene Stadt- die Prophezeiung" von Vadim Panov! Dieses Buch habe ich ganz zufällig entdeckt und es hat mich sofort angesprochen. Seit ewiger Zeit existiert neben unserer Wirklichkeit eine zweite, magische Welt – die Welt der Werwölfe, Hexen und Magier. Und nach Jahrhunderten der Verfolgung durch die Menschen haben sich die magischen Geschöpfe an einen geheimen Ort zurückgezogen, durch mächtige Zauber vor den Augen der Bewohner Moskaus geschützt: die verborgene Stadt. Vadim Panov ist ein recht junger Autor aus Russland. Ich mag seinen Schreibstil sehr. Die Prophezeiung ist der erste Teil aus der Buchreihe um die verborgene Stadt. Es ist ein Phantastikroman von einer ganz anderen Art. Panov eröffnet eine ganz neue Welt. Klischees werden völlig außen vor gelassen. Für alle die wirklich gute Phantastikromane mögen ist dieses Buch ein muss!
Aber auch Leuten, die eher historische Romane bzw. Krimis mögen, ist dieses Buch zu empfehlen. Die "verborgene Stadt" existiert parallel zu Moskau. Sie hat ein ganz eigenes System mit 3 Herrscherhäusern. Kriege, Intrigen und Machtkampf. Und wie sich die Ereignisse in der verborgenen Stadt auf unsere Welt- also auf das Moskau, dass wir kennen, ausüben erfahren wir durch den reizenden Kommissar Andrej Kornilov, der versucht die rätselhaften Morde und Überfälle in Moskau aufzuklären. Der Autor nimmt verschiedene Sichten ein und erschafft für den Leser ein abenteuerliches Bild, der verborgenen Stadt!
Ein kleines Plus bekommt dieses Buch noch für die Namensgebungen, die wirklich raffiniert ist. Um auf diese Feinheiten aufmerksam zu werden, muss man jedoch des Russischen mächtig sein. Ein kleines Beispiel: der Bote, der nach einer Prophezeiung geboren werden soll, um die drei Herrscherhäuser abzulösen und als alleiniger Herrscher über die verborgene Stadt herrschen soll, heißt Lubomir. Was soviel wie: liebt den Frieden heißt. Auf solche Feinheiten stößt man beim Lesen immer wieder. Klasse!
Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen und freue mich tierisch auf die Fortsetzung " Die verborgene Stadt- Das Opfer". Ich hoffe euch gefällt es auch!
03 Juli 2010
Er.
Hallo meine Lieben. Ich habe ja schon zwei Tage nichts mehr veröffentlicht. Ich war die letzten Tage immer unterwegs und Abends dann Hundemüde.
Also habe ich mir ganz fest vorgenommen heute mal wieder etwas zu schrieben :).
Schon den ganzen Tag bin ich am Überlegen. Den ganzen Tag lang halte ich nach irgendetwas ausschau, das mich inspirieren könnte. Und wie es denn so immer ist, wenn man verkrampft nach einem Einfall sucht kommt einfach keiner. Also habe ich es aufgegeben und mich mit einem Buch auf unser Sofa gelegt. Und plötzlich, siehe da: Eine Idee! Es kam über mich und ich habe sofort angefangen zu schreiben :). Aber vorher wollte ich noch eines klarstellen: "Ich möchte darum bitten, dass der Sprecher, das lyrische Ich, nicht verwechselt wird mit dem Autor. Überhaupt niemals den Autor für Inhalte verantwortlich machen." (Sebastian Krämer) Ich wünsche euch viel Spaß!
Schweißgebadet wachte ich auf. In meinem Zimmer war es dunkel, heiß und zu allem Überfluss auch noch schrecklich stickig. Erstmal duschen. Das war mein Erster Gedanke an diesem Morgen. Als ich aufstand und ins Bad schlenderte blickte ich auf die Uhr und musste feststellen, dass es genau genommen garnicht Morgen war, sondern eher Nachmittag. Fast 15:00 Uhr.
Ich hatte verdammt lange geschlafen. Leider Gottes fühlte es sich nicht so an. Mein Rücken tat höllisch weh, mein Nacken war verspannt und ich war Hundemüde, schrecklich.
Unter der Dusche drehte ich das Wasser sofort auf. Erfrischend kalt lief es über meinen Körper. Schlagartig wurde ich Putzmunter. Ich blieb länger als notwendig unter der Dusche.
Als ich dann endlich frisch und fertig angezogen aus dem Bad kam war es fast 16:00 Uhr.
Ich verspürte keinen Appetit, also lies ich das verspätete Frühstück ausfallen. Mit dem heutigen Tage wusste ich nicht so Recht etwas anzufangen.
Ich war heute nicht in der Stimmung etwas zu Unternehmen und allein zu Haus. Nach kurzem hin und herüberlegen setzte ich mich an den Computer um meine Nachrichten zu checken. Ich loggte mich überall ein, doch nirgends, weder in meinem E-Mail Postfach noch bei irgendeinem Messenger gab es etwas interessantes. Er hatte mir nämlich nicht geschrieben.
Mal wieder nicht. Das letzte Mal hatten wir vor einer Woche Kontakt. Vor einer ganzen Woche. Ich überlegte ob ich ihm schreiben oder anrufen sollte, aber verwarf den Gedanken. Was wenn ich ihm auf die Nerven ging? Was wenn er froh war seine Ruhe vor mir zu haben? Oder noch schlimmer, was wenn er keinen Gedanken an mich verschwendete, während ich es den ganzen lieben langen Tag tat?
Mit der Zeit würde sich alles zeigen und es ging weiter ob mit oder ohne ihn. Lass ihn Mädchen, sagte ich mir. Du bist doch ne Hübsche, kannst noch genug andere Kerle haben. Wenn er dich nicht will wird er schon noch sehen was er davon hat.
Hübsch war ich in der Tat und die Männer standen förmlich Schlange. Geschenke, Liebesbekundungen. Verzeiht den Ausdruck, aber die Kerle rissen sich förmlich den Arsch auf um meine Gunst zu erwerben.
Aber ich wollte natürlich gerade den Einen, der sich anscheinend einen Dreck um mich schert.
Das imponierte mir, irgenwie. Natürlich war er nett zu mir, wir waren ja auch ganz gut befreundet. Aber er war eben nur nett zu mir. Nicht weniger, aber Leider auch nicht mehr.
Naja das stimmte so nicht ganz. Einmal, da hatte er Interesse gezeigt. An einem Tag, waren wir alleine in seinem Zimmer. Nur wir Zwei. Er sah mich die ganze Zeit an. Dann zog er mich zu sich aufs Bett und küsste mich. Fordernd, voller Leidenschaft. Ich bin noch nie zuvor so geküsst worden.
Lange Zeit lagen wir dort auf dem Bett und küssten uns, doch weiter gingen wir nicht. Als er mich dann nach Hause brachte benahm er sich wie immer, als ob nie etwas gewesen wäre.
Und dabei blieb es auch, er sprach mich nie wieder auf diesen Tag an und wenn ich es tat blockte er ab und versuchte das Thema zu wechseln. Als ob es ihm peinlich wäre.
Und genau deshalb wollte ich ihn. Weil er mich anscheinend nicht wollte. Jeder andere Mann den ich bis jetzt geküsst hatte, wollte mich dannach und belästigte mich Tag und Nacht. Aber er nicht. Er war anders. Zum ersten Mal hatte ich Interesse an einem Mann und nicht er an mir. Zum ersten Mal war es anders herum. Zum ersten Mal wurde ich zurückgewiesen.
Ich wollte ihn wirklich. Je öfter ich an ihn dachte um so mehr wurde mir dies bewusst. Ich hatte ihn schon immer für seinen Intellekt bewundert und unterhielt mich gerne mit ihm. Und hübsch war er, das stand außer Frage. Aber es gab auch andere hübsche Kerle. Nur er hatte etwas an sich. Er war mehr.Es ging weit über Sympathie oder erotisches Interesse hinaus. Das war mir klar. Nur ich wusste nicht was es war.
Eine gute Freundin war der Meinung, dass ich mich verliebt habe. War das der Fall? War ich zum ersten Mal verliebt? Ich wusste es nicht und wollte auch nicht darüber nachdenken, weil ich dann unvermeidlicher Weise auch an ihn denken müsste und das wollte ich nicht. Abgewiesen zu werden ist kein schönes Gefühl. Es tut ziemlich weh und kratzt ganz schön am Ego.
Aber davon, von Selbstbewusstsein, hatte ich eine gesunde Portion. Und daran konnte selbst er nichts ändern.
Um auf andere Gedanken zu Kommen ging ich nach draußen. Wir hatten eine schöne Terrasse und einen gepflegten Garten. Und der Ausblick war herrlich. Man sah direkt auf einen See.
Ich nahm blind ein Buch aus dem Regal und legte mich auf eine Liege.
Wie lange genau ich dort, auf der Terrasse lag und las wusste ich nicht. Aber es musste schon eine Weile gewesen sein, denn langsam wurde das Licht schlechter und ich beschloss gleich hinein zugehen, damit ich mir die Augen beim Lesen nicht kaputtmachte.
Vor dem Haus hörte ich Schritte. Ich dachte zuerst, dass meine Eltern heimgekommen wären, doch dann fiel mir ein, dass die Beiden für eine Woche an der Ostsee waren. Ich hielt inne und lauschte noch ein Mal hörte jedoch nichts mehr. Das hatte ich mir wahrscheinlich bloß eingebildet. Ich senkte meine Blick wieder um weiter zu Lesen, als plötzlich ein Schatten auf meinem Buch lag.
Ich sah auf und vor mir stand er. Ich rieb mir die Augen aber er verschwand nicht. Er stand da. Direkt vor mir und blickte auf mich hinab.
Stumm streckte er mir die Hand hin und ich griff ohne zu überlegen nach ihr. Er hievte mich hoch und fing mich auf, da ich durch den Schwung ins stolpern geriet. An seine stattliche Brust gedrückt standen wir da. Dann schob er mich eine Armeslänge von sich und sah mir in die Augen.
Dieser Blick. Dieser ganz Besondere Blick.
So hatte er mich damals, bevor er mich geküsst hatte auch angesehen. Ich hoffte innerlich, dass er es heute- jetzt- wieder tun würde. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Er küsste mich lange und zärtlich und ich erwiderte seinen Kuss. Und als wir uns voneinander lösten um nach Atem zu schnappen legte er seine Stirn an meine.
Die Sonne ging langsam unter und wir sahen uns nur an. Lange. Und obwohl wir nichts Anderes taten, uns nur anschauten war es der innigste Moment meines Lebens. Er küsste mich nocheinmal. Kurz aber zärtlich.
Und ohne nachzudenken, rein intuitiv kam es über meine Lippen: " Ich liebe dich."
Er lächelte doch antwortete nicht. Leicht enttäuscht fragte ich dann:" Wollen wir reingehen, wird langsam frisch hier draußen."
Er nickte und wir betraten das Haus. Er blieb über Nacht und den ganzen Abend saßen wir auf der Couch und redeten. Über belanglose Dinge. Ich fragte nicht wieso er gekommen war, obwohl es mich brennend interessierte. Er sagte nichts zu meiner Liebeserklärung.
Ich ging hinauf um mich Bettfertig zu machen und legte mich darauf in mein Bett.
Enttäuscht. Enttäuscht und müde, das war ich.
Ich war schon im Halbschlaf als er in das Zimmer kam und sich einfach zu mir ins Bett legte. Mit großen Augen starrte ich ihn an und er zog mich nur an seine Brust und flüsterte: "Ich liebe dich auch."
Arm in Arm schliefen wir ein. Glücklich und geborgen.
Es war das erste Mal, dass wir so einschliefen, aber ganz gewiss nicht das Letzte.
Also habe ich mir ganz fest vorgenommen heute mal wieder etwas zu schrieben :).
Schon den ganzen Tag bin ich am Überlegen. Den ganzen Tag lang halte ich nach irgendetwas ausschau, das mich inspirieren könnte. Und wie es denn so immer ist, wenn man verkrampft nach einem Einfall sucht kommt einfach keiner. Also habe ich es aufgegeben und mich mit einem Buch auf unser Sofa gelegt. Und plötzlich, siehe da: Eine Idee! Es kam über mich und ich habe sofort angefangen zu schreiben :). Aber vorher wollte ich noch eines klarstellen: "Ich möchte darum bitten, dass der Sprecher, das lyrische Ich, nicht verwechselt wird mit dem Autor. Überhaupt niemals den Autor für Inhalte verantwortlich machen." (Sebastian Krämer) Ich wünsche euch viel Spaß!
Schweißgebadet wachte ich auf. In meinem Zimmer war es dunkel, heiß und zu allem Überfluss auch noch schrecklich stickig. Erstmal duschen. Das war mein Erster Gedanke an diesem Morgen. Als ich aufstand und ins Bad schlenderte blickte ich auf die Uhr und musste feststellen, dass es genau genommen garnicht Morgen war, sondern eher Nachmittag. Fast 15:00 Uhr.
Ich hatte verdammt lange geschlafen. Leider Gottes fühlte es sich nicht so an. Mein Rücken tat höllisch weh, mein Nacken war verspannt und ich war Hundemüde, schrecklich.
Unter der Dusche drehte ich das Wasser sofort auf. Erfrischend kalt lief es über meinen Körper. Schlagartig wurde ich Putzmunter. Ich blieb länger als notwendig unter der Dusche.
Als ich dann endlich frisch und fertig angezogen aus dem Bad kam war es fast 16:00 Uhr.
Ich verspürte keinen Appetit, also lies ich das verspätete Frühstück ausfallen. Mit dem heutigen Tage wusste ich nicht so Recht etwas anzufangen.
Ich war heute nicht in der Stimmung etwas zu Unternehmen und allein zu Haus. Nach kurzem hin und herüberlegen setzte ich mich an den Computer um meine Nachrichten zu checken. Ich loggte mich überall ein, doch nirgends, weder in meinem E-Mail Postfach noch bei irgendeinem Messenger gab es etwas interessantes. Er hatte mir nämlich nicht geschrieben.
Mal wieder nicht. Das letzte Mal hatten wir vor einer Woche Kontakt. Vor einer ganzen Woche. Ich überlegte ob ich ihm schreiben oder anrufen sollte, aber verwarf den Gedanken. Was wenn ich ihm auf die Nerven ging? Was wenn er froh war seine Ruhe vor mir zu haben? Oder noch schlimmer, was wenn er keinen Gedanken an mich verschwendete, während ich es den ganzen lieben langen Tag tat?
Mit der Zeit würde sich alles zeigen und es ging weiter ob mit oder ohne ihn. Lass ihn Mädchen, sagte ich mir. Du bist doch ne Hübsche, kannst noch genug andere Kerle haben. Wenn er dich nicht will wird er schon noch sehen was er davon hat.
Hübsch war ich in der Tat und die Männer standen förmlich Schlange. Geschenke, Liebesbekundungen. Verzeiht den Ausdruck, aber die Kerle rissen sich förmlich den Arsch auf um meine Gunst zu erwerben.
Aber ich wollte natürlich gerade den Einen, der sich anscheinend einen Dreck um mich schert.
Das imponierte mir, irgenwie. Natürlich war er nett zu mir, wir waren ja auch ganz gut befreundet. Aber er war eben nur nett zu mir. Nicht weniger, aber Leider auch nicht mehr.
Naja das stimmte so nicht ganz. Einmal, da hatte er Interesse gezeigt. An einem Tag, waren wir alleine in seinem Zimmer. Nur wir Zwei. Er sah mich die ganze Zeit an. Dann zog er mich zu sich aufs Bett und küsste mich. Fordernd, voller Leidenschaft. Ich bin noch nie zuvor so geküsst worden.
Lange Zeit lagen wir dort auf dem Bett und küssten uns, doch weiter gingen wir nicht. Als er mich dann nach Hause brachte benahm er sich wie immer, als ob nie etwas gewesen wäre.
Und dabei blieb es auch, er sprach mich nie wieder auf diesen Tag an und wenn ich es tat blockte er ab und versuchte das Thema zu wechseln. Als ob es ihm peinlich wäre.
Und genau deshalb wollte ich ihn. Weil er mich anscheinend nicht wollte. Jeder andere Mann den ich bis jetzt geküsst hatte, wollte mich dannach und belästigte mich Tag und Nacht. Aber er nicht. Er war anders. Zum ersten Mal hatte ich Interesse an einem Mann und nicht er an mir. Zum ersten Mal war es anders herum. Zum ersten Mal wurde ich zurückgewiesen.
Ich wollte ihn wirklich. Je öfter ich an ihn dachte um so mehr wurde mir dies bewusst. Ich hatte ihn schon immer für seinen Intellekt bewundert und unterhielt mich gerne mit ihm. Und hübsch war er, das stand außer Frage. Aber es gab auch andere hübsche Kerle. Nur er hatte etwas an sich. Er war mehr.Es ging weit über Sympathie oder erotisches Interesse hinaus. Das war mir klar. Nur ich wusste nicht was es war.
Eine gute Freundin war der Meinung, dass ich mich verliebt habe. War das der Fall? War ich zum ersten Mal verliebt? Ich wusste es nicht und wollte auch nicht darüber nachdenken, weil ich dann unvermeidlicher Weise auch an ihn denken müsste und das wollte ich nicht. Abgewiesen zu werden ist kein schönes Gefühl. Es tut ziemlich weh und kratzt ganz schön am Ego.
Aber davon, von Selbstbewusstsein, hatte ich eine gesunde Portion. Und daran konnte selbst er nichts ändern.
Um auf andere Gedanken zu Kommen ging ich nach draußen. Wir hatten eine schöne Terrasse und einen gepflegten Garten. Und der Ausblick war herrlich. Man sah direkt auf einen See.
Ich nahm blind ein Buch aus dem Regal und legte mich auf eine Liege.
Wie lange genau ich dort, auf der Terrasse lag und las wusste ich nicht. Aber es musste schon eine Weile gewesen sein, denn langsam wurde das Licht schlechter und ich beschloss gleich hinein zugehen, damit ich mir die Augen beim Lesen nicht kaputtmachte.
Vor dem Haus hörte ich Schritte. Ich dachte zuerst, dass meine Eltern heimgekommen wären, doch dann fiel mir ein, dass die Beiden für eine Woche an der Ostsee waren. Ich hielt inne und lauschte noch ein Mal hörte jedoch nichts mehr. Das hatte ich mir wahrscheinlich bloß eingebildet. Ich senkte meine Blick wieder um weiter zu Lesen, als plötzlich ein Schatten auf meinem Buch lag.
Ich sah auf und vor mir stand er. Ich rieb mir die Augen aber er verschwand nicht. Er stand da. Direkt vor mir und blickte auf mich hinab.
Stumm streckte er mir die Hand hin und ich griff ohne zu überlegen nach ihr. Er hievte mich hoch und fing mich auf, da ich durch den Schwung ins stolpern geriet. An seine stattliche Brust gedrückt standen wir da. Dann schob er mich eine Armeslänge von sich und sah mir in die Augen.
Dieser Blick. Dieser ganz Besondere Blick.
So hatte er mich damals, bevor er mich geküsst hatte auch angesehen. Ich hoffte innerlich, dass er es heute- jetzt- wieder tun würde. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Er küsste mich lange und zärtlich und ich erwiderte seinen Kuss. Und als wir uns voneinander lösten um nach Atem zu schnappen legte er seine Stirn an meine.
Die Sonne ging langsam unter und wir sahen uns nur an. Lange. Und obwohl wir nichts Anderes taten, uns nur anschauten war es der innigste Moment meines Lebens. Er küsste mich nocheinmal. Kurz aber zärtlich.
Und ohne nachzudenken, rein intuitiv kam es über meine Lippen: " Ich liebe dich."
Er lächelte doch antwortete nicht. Leicht enttäuscht fragte ich dann:" Wollen wir reingehen, wird langsam frisch hier draußen."
Er nickte und wir betraten das Haus. Er blieb über Nacht und den ganzen Abend saßen wir auf der Couch und redeten. Über belanglose Dinge. Ich fragte nicht wieso er gekommen war, obwohl es mich brennend interessierte. Er sagte nichts zu meiner Liebeserklärung.
Ich ging hinauf um mich Bettfertig zu machen und legte mich darauf in mein Bett.
Enttäuscht. Enttäuscht und müde, das war ich.
Ich war schon im Halbschlaf als er in das Zimmer kam und sich einfach zu mir ins Bett legte. Mit großen Augen starrte ich ihn an und er zog mich nur an seine Brust und flüsterte: "Ich liebe dich auch."
Arm in Arm schliefen wir ein. Glücklich und geborgen.
Es war das erste Mal, dass wir so einschliefen, aber ganz gewiss nicht das Letzte.
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