Hallo!

Viel Spaß beim Lesen meiner Geschichten!

30 Juni 2010

Hagebuttentee

Hier mal wieder eine Kurzgeschichte, die aufgrund des Deutschunterrichts entstanden ist. Ich mag sie relativ gerne. Ich find sie ist ganz gut geworden, worüber ich mich sehr gefreut habe, denn wenn ich ganz ehrlich bin kann ich mit Trümmerliteratur nicht viel anfangen und intressiere mich auch nicht sonderlich dafür. Wir hatten wie immer Vorgaben gehabt. In der Geschichte sollte es um eine Frau mit einem Kind gehen, während das offizielle Kriegsende verkündet wird. So nun seht was ich daraus gemacht habe. Viel Spaß!



Der Teekesseln pfiff und das Radio lief schon den ganzen Tag. Sie ging in die spärlich eingerichtete Küche, sie war klein aber ordentlich. An sich eine ganz normale Küche bis auf den riesigen Kronleuchter der von der Decke hing, sie hatte ihn von ihrer Großmutter geerbt.
An ihrem Rockzipfel hing ein kleiner Junge. Sie hob ihn hoch und gab ihm einen liebvollen Kuss auf die Wange. „Friedrich, ach mein kleiner Mann gleich geht’s aber ab in die Haia!“ „Aber Mutter“, protestierte der Kleine mit einem Deut auf die Küchenuhr: „Es ist erst sechs Uhr- erst sechs Uhr Mama und ich bin schon groß.“ Sie lächelte ihn nur an und meinte: „ Mein Schätzchen auch große Jungs und kleine Männer müssen ausgeschlafen sein.“ Seinen quengelnden Protest überhörte sie gepflegt. Während sie aus dem Küchenfenster auf die Straße blickte, dachte sie an ihren Mann. Sie dachte daran wie glücklich sie waren als sie sich kennenlernten, an ihrem Hochzeitstag. Sie erinnerte sich an den Tag vor 8 Jahren, an dem ihr Sohn zur Welt kam und sie endlich eine kleine Familie waren. Das waren die Erinnerungen an schöne, glückliche Momente. Sie dachte aber auch an den Tag als ihr Mann zur Front bestellt wurde. An dem Tag als er sich von ihr verabschiedete und sie in den Arm nahm, hatte sie geahnt, dass es das letze mal war, die letzte Gelegenheit ihn in die Arme zu schließen. Sie hatte es geahnt, damals. Heute wusste sie, dass sie Recht gehabt hatte. In den letzten Jahren, den Jahren des Krieges, fielen so viele Männer, darunter auch der Mann ihrer Schwester und dennoch hoffte sie bis zu dem gestrigen Tage, dass ihr Mann unbeschadet zu ihr und ihrem Sohn zurückkehren würde. Bis zum gestrigen Tag.
Was hatte dies noch für einen Sinn. Dieser Krieg, Nein mittlerweile war es ein Morden. Und es dauerte schon viel, viel zu lange. Sie wollte es nicht länger mit ansehen, nun da sie noch nicht einmal mehr hoffen durfte. Sie wollte und sie würde es auch nicht länger mit ansehen. Sie riss sich aus ihren Gedanken. „Mama bringt dir gleich noch einen Tee und sagt dir gute Nacht mein Schätzchen!“, rief sie ihrem Sohn hinterher, der bereits im Flur war und in Richtung Kinderzimmer schlenderte. Schwermütig sah sie ihm nach, bis die Tür des Kinderzimmers hinter ihm ins Schloss fiel und ihr die Sicht auf ihren Sohn verwerte.
Dies waren doch keine Bedingungen für ein Kind um aufzuwachsen! Ohne Vater, den Krieg vor den Augen. Für ihn wurden diese Gräueltaten zur Normalität. Sie gehörten für ihn zum Alltag. Aber er kannte es ja auch nicht anders. In der Schule lehrte man den Kindern den Judenhass und überall war das Regime und prägte die Meinungen der Menschen. Ihm ins Gewissen zu reden half nicht viel, solange das Regime allgegenwärtig war. Ihr Sohn sollte in einem friedvollen Land leben. Frieden. Nur im Moment gab es den Nirgends. Noch war ihr Junge nicht verdorben und sie würde nicht zulassen, dass es dazu kommen würde.
Sie goss das heiße Wasser aus der Kanne in eine Tasse. Friedrichs Lieblingstasse und nahm einen Beutel Tee aus dem Hängeschrank. Hagebuttentee. Sein Lieblingstee. Während der Tee zog, ging sie in den Flur zu ihrer Handtasche. Sie hatte sich vor zwei Wochen nicht um sonst Abends mit dem undurchsichtigen Kerl getroffen . Und gut bezahlt hatte sie ihn in der Tat. Sie hatte es vor sich hergeschoben, schon länger mit dem Gedanken gespielt, alles vorbereitet aber sie war noch unsicher gewesen. Bis zum gestrigen Tage. Doch nun hatte sie einen Entschluss gefasst. Sie würde es tun, es würde passieren. Nun da die Dinge ihren Lauf nahmen, war es unvermeidlich.
Sie holte etwas aus ihrer Handtasche, etwas kleines sie hielt es nämlich in der geschlossenen Faust und ging zurück in die Küche. Sie nahm den Teebeutel aus der Tasse gab zwei Löffel Zucker hinzu, wie Friedrich seinen Tee am liebsten hatte, und lies den Inhalt ihrer Faust ebenfalls in die Tasse plumpsen. Nun rührte sie nur noch um bis alles sich aufgelöst hatte und ging mit der Tasse in der Hand in Friedrichs Kinderzimmer. Als sie rein kam saß ihr Sohn bereits im Pyjama auf dem Bett, die Decke über die Knie gezogen. „Guck mal mein Schatz, hier ist Mami auch schon und sie hat dir deinen Lieblingstee, Hagebutte, in deiner Lieblingstasse, der gelben mit dem Hündchen drauf, mitgebracht. Nun trink deinen Tee aus und dann ab ins Bett.“ „ Aber Mama“, nörgelte er „es ist doch noch so früh, sonst darf ich doch auch bis acht Uhr wach bleiben.“ „Ja Liebling ich weiß, aber heute ist ein ganz besonderer Tag und wenn du deinen Tee auch ordentlich und fix austrinkst, hat Mami morgen auch eine Überraschung für dich.“ „EINE ÜBERRASCHUNG?“, seine Kinderaugen glänzten. Genau das war er. Ein Kind. Er war noch ein Kind, leichtgläubig und unschuldig. Sie zog ihn mit hinein, fasste für ihn einen Entschluss, das wusste sie, aber wenn sie es nicht tat würden es die Anderen tun. Er hatte nie die Chance gehabt selbst zu entscheiden. Er trank seinen Tee mit großen Schlucken leer und verbrühte sich leicht die Zunge. „ Verschluck dich nicht mein Schatz!“. Kurz darauf drückte er ihr die leere Tasse in die Hand. Bis auf das letzte Tröpfchen  hatte er sie leer getrunken. „Gut gemacht mein Kleiner.“, sie tätschelte seinen Kopf und drückte ihn zurück in sein Kopfkissen, deckte ihn zu und gab ihm abschließend einen Kuss. „ Schlaf gut mein Schatz, Mami hat dich lieb! Du bist das beste was mir je passiert ist! Vergiss das nicht.“ Dass ihr bei diesen Worten Tränen in die Augen stiegen, sah er nicht. „ich dich auch Mutter.“, war seine Antwort, fast direkt danach schlief er ein. Sie gab ihm einen letzten Kuss. Sie hatte es getan, unwiderruflich, es war besser so.
Nun hielt sie nichts mehr hier. Sie stand auf, warf einen letzten Blick auf ihren Sohn und verließ das Zimmer. Als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, hörte Friedrich auf zu Atmen. Entschlossenen Schrittes ging sie durch den Flur in die Küche. Das Radio hatte sie nicht ausgestellt. Es lief immer noch.
Sie Griff unter die Spüle in einen Karton, den sie dort vor fast zwei Wochen deponiert hatte. Sie holte einen Strick aus diesem und befestigte das eine Ende an ihrem Kronleuchter. Die Schlaufe hatte sie sich binden lassen. Unter dem Strick platzierte sie einen Hocker. Sie stellte sich auf ihn und legte sich die Schlinge um den Hals. Sie atmete ein letztes Mal tief durch und ihr kamen hielt kurz inne. In dem Moment brach das Lied das im Radio lief abrupt ab. Das war ein Zeichen. Mit einem Fuß stieß sie den Hocker um. Nun baumelten ihre Füße über dem Boden. Sie zuckte und röchelte und das letzte was sie hörte war das Radio, aus dem ein Sprecher das offizielle Ende des Krieges verkündete. 

29 Juni 2010

Bildschön.

So und hier kommt der eigentliche Post. Ich habe auf Uli Stein's Homepage diese geniale Bild gefunden. Ich fand es auf Anhieb super und mir sind sofort Ideen gekommen.
Eigentlich hatte ich vor heute einen anderen Post zu veröffentlichen. Es war ein Tagebucheintarg, der auf einem Bild basiert, das mir ein guter Freund geschickt hat. Aber dann ist mir aufgefallen, dass ich bis jetzt nur bedrückende oder melancholische Texte reingestellt habe und da der Tagebucheintrag sowohl traurig als auch tiefgründig ist habe ich mich entschlossen ihn später zu veröffentlichen. Dieses Mal wollte ich etwas fröhliches, vielleicht sogar Romantisches schreiben.
Also habe ich ein bisschen im Internet gestöbert, da ich unbedingt ein Text zu einem Bild schreiben wollte und bin, wie schon sehr häufig, bei den Fotografien von Uli Stein fündig geworden. Also viel Spaß beim Lesen!


Die Tür fiel hinter mir ins Schloss. Ich warf meine Tasche auf den Boden und sah auf die Wanduhr im Flur. Punkt 19:00. So spät kam ich jeden Tag Heim, wenn ich zur Uni musste. Stino, meine treuer Schäferhund kam gerade angelaufen um mich zu Begrüßen und mich zu einem langen Spaziergang zu Nötigen. Es war ein warmer Apriltag, der 13 um genau zu sein und ich beschloss ihm den Wunsch zu erfüllen und die große Runde zu gehen.
Ich liebte meinen Hund über alles und verweigerte ihm nur bei strömenden Regen sein Anrecht auf Auslauf.

Ich schnappte mir die Leine und wir machten uns auf den Weg. Unsere Runde führte aus dem ruhigen Dörfchen, in dem ich nun schon seit meiner Geburt, seit ganzen 25 Jahren lebte, zu einem kleinen See. Der Weg dauerte ca. ein-einhalb Stunden.
Am Dorfrand stand ein altes Haus, dass damals, als es noch gepflegt gewesen war einfach traumhaft gewesen sein musste. Seit ich zurückdenken konnte stand es leer. Es war wunderschön, aus rotem Klinker und mit Efeu bewachsen. Der Garten war verwildert, voller Unkraut und rechts neben dem Eingang stand eine riesige Tanne, die ihren Schatten auf das Haus warf, was es noch unheimlicher erschienen lies. Auch wenn es verwahrlost war hatte es seinen ganz eigenen Glanz. Für mich war dieses Haus immer etwas magisches gewesen. Es war geheimnisvoll und es kursierten die wildesten Erzählungen und Geschichten darüber, weshalb es so lange leer stand.
Doch als ich und Stino heute an dem Haus vorbeikamen, war etwas anders. In dem Haus ganz oben im Dachgeschoss brannte ein schwaches, aber dennoch klar erkennbares Licht. Ich ging an den Rand des Grundstückes, neugierig war ich schon immer gewesen, schon als Kind. Doch nun hatte ich um einiges mehr an Mut gewonnen und trat ein. Stino war ja schließlich noch bei mir. Auf ihn war schon immer Verlass gewesen.
"Hallo?", rief ich, als ich eintrat: "Ist hier Jemand?". Keine Antwort.
Ich blickte verunsichert zu Stino. Er stand neben mir und sah ängstlich aus, wie er an meiner Seite mit eingezogenem Schwanz kauerte. Ich sah mich um. Ich war zum ertsen Mal in diesem Haus, obwohl ich es mir schon zig mal vorgenommen hatte. Im Haus war es düster, nur noch die Abenddämmerung schien durch die verstaubten Fenster. Es war unheimlich. Ich stand in einem kleinen, eignestaubten Flur voller Spinnweben. Alte verstaubte Gemälde hingen an den Wänden.
Eine wuchtige, prunkvolle Treppe führte ins erste Obergeschoss. Ich musste mich beeilen, wenn ich nicht im Dunkeln auf dem Feldweg, sondern wieder im Dorf sein wollen würde. Ich setzte einen zaghaften Schritt auf die erste Treppenstufe, die zwar leicht knarrte aber ansonsten sehr stabil zu sein schien.
Ich raffte meinen Mut zusammen und stieg die steilen Stufen nach oben.

Über mit befand sich nun die Luke zum Dachboden. Sollte ich sie aufmachen? Nun, da ich schon mal hier war, konnte ich es auch wagen.  In einer Ecke im oberen Flur stand der Stab um den Eingang zu öffnen. Ich wischte mit der Hand die Spinnweben weg und nahm ihn. Also dann. Mal sehen woher das Licht kam.
Wieder direkt unter der verschlossenen Öffnung atmete ich noch ein Mal tief durch, schob alle Befürchtungen und Bedenken bei Seite, blickt noch einmal zu Stino um Mut zu finden und hackte den Stab in die Öse. Ich zog kräftig daran und mit einem lauten Knirschen und unter einem Staubregen öffnete sich die Luke zu dem Dachgeschoss. Das Licht, dass ich von draußen gesehen hatte, erhellte nun auch den Flur auf dem ich stand.
Ich zog die Klappleiter herunter und stieg darauf. Sie war sehr unsstabil und die Schrauben waren bereits eingerostet. Vorsichtig stieg ich hinauf, während Stino unten blieb.

Der Dachboden war riesig. Überall lagen Dinge. Alte Koffer, Gemälde, Spieluhren. Und überall waren Kisten mit weißen Tüchern bedeckt. Das Licht schien keinen Ursprung zu haben. Egal wohin ich blickt egal welche Sichtweise ich an nahm. Egal wie ich es drehte und wendete. Ich konnte keine Quelle ausmachen.
An einem Stützpfeiler lehnte etwas, dass in ein riesiges Tuch gehüllt war. Nur war dieses Tuch nicht weiß, sondern blau mit schönen goldenen Schnörkeln. Es sah aus als befinde sich ein riesiges Gemälde darunter.
Ich schritt darauf zu um festzustellen was sich dort verbarg, als ich hinter mir Schritte auf dem Holz vernahm.
Langsam drehte ich mich um.
Plötzlich berührte etwas meine Schultern. Ruckartig drehte ich mich wieder in die andere Richtung. Hinter mir stand ein Mann. Und was für einer. Er war Bildschön. Er entsprach meinem ganz persönlichen Schönheitsideal. Er war groß mindestens 1,90 m und hatte rabenschwarzes ,schulterlanges Haar, dass er provakant, was ich unheimlich sexy fand, offen trug. Seine Gesichtszüge waren markant und ebenmäßig, einfach perfekt. Und im Kontrast zu seinem schwarzen Haar stand seine helle Haut. Eisblaue Augen hatte er die nur so hervorstachen und einen gefangennahmen. Sie fesselten einen und man versank in ihnen. Er trug eine schwarze Hose, mehr nicht. Und man kann sagen, dass Adonis neidisch auf diesen Körper gewesen wäre jeder Muskel war durchtrainiert und das in einem perfekten Masse. Er war einfach nur Bildschön.
Meine Knie wurden weich. Ich war immer schon ein hübsches Mädchen gewesen. Und bekam in der Pubertät eine weibliche Figur mit einem sehr üppigen Busen, weshalb viele Männer hinter mit her waren, aber ich hatte noch nie einen Mann gesehen der so bildschön war.
Er umfasste mit einer Hand mein Gesicht und ich schmiegte mich in diese. Tief , tief sah er mir in die Augen und sein Blick hielt mich gefangen. Meine Brust schnürte sich zu und ich sah, wie sein Gesicht dem meinen immer näher kam.
Kurz bevor unsere Lippen sich berührten hielt er inne und flüsterte: " Du bist Bildschön, Traumfrau. Küss mich!" Seine Stimme gab mir den Rest. Sie war tief und männlich, hatte etwas animalisches. Sein süßer Atem stieg mir in die Nase. Und sein Blick war hungrig. In ihm lag eine natürliche Gier. Und ich wusste was er wollte. Mich. Noch nie hatte ich mich so weiblich und begehrt gefühlt. Wer war dieser Fremde? Und was machte er mit mir?
Ich lies alle Bedenken fallen, drängte meinen gesunden Menschenverstand, der schrie, dass etwas nicht stimmte in die hinterste Ecke meines Bewusstseins und küsste ihn. Erst zaghaft, dann immer wilder. Ich öffnete meinen Mund seiner fordernden Zunge, die sogleich begann mit meiner zu spielen. Sie sanft zu umkreisen und immer wieder zu umschlingen. Er schmeckte so süß.
Der Kuss wurde immer wilder. Und mein Denken immer primitiver. Ich wollte ihn. Ich spürte die aufsteigende Hitze zwischen meinen Schenkeln und merkte das ich bereit war. Noch nie hatte ein Mann es so schnell, mit nur einem einzigen Kuss bei mir geschafft.
Ich drängte mich näher an ihn und streichelte über seine harte, durchtrainierte Brust hinunter zu seinem Bauch. Ich wollte weiter herruntergehen, als seine Hand die meine packte und somit genau dies verhinderte.
Er sah mich lange an und gab mir dann einen zärtlichen Kuss, der nichts mehr von diesen natürlichen Verlangen hatte. So schnell die Stimmung aufgekommen war, so schnell verebbte sie wieder.
Dann sah er mich wieder an. Und je länger er das tat umso klarer wurde mein Verstand. Ich ließ wieder zu, dass ich dachte.
Erst jetzt fiel mir auf dass, seine Haut eiskalt war. Und als er mich berührt hatte stand er plötzlich vor und nicht hinter mir. Irgendetwas war falsch.
"Wer bist du?", fragte ich zaghaft und meine Stimme klang seltsam leise und gebrochen, was sehr untypisch für mich war. Ich räusperte mich und fragte nocheinmal, doch diesmal mit einer festeren Stimme: "Wer bist du?",
Er gab mir nur ein Buch in die Hand. Woher er es hatte wusste ich nicht. Ich schlug es auf und es traf mich wie ein Schlag. Auf der ersten Seite war ich abgebildet. Also eine Frau die aussah wie ich. Nur in altertümlicher Kleidung und mit blondem Haar,anstatt schwarzem. Oben stand ein Datum : 13.April.1610.

Ich blätterte um und auf der nächsten Seite war ein Bild von dem Mann vor mir, nur, dass auch er blondes Haar hatte und andere Kleidung trug. Das Haar war auf der Abbildung zurückgebunden, aber die Augen und das Gesicht waren ein und dasselbe.
Fragend blickte ich ihn an. "Was...?", doch er unterbrach mich und deutete nur auf das verhangene Bild.
Ich trat darauf zu und hob das Tuch an. Es war ein Portrait in Lebensgröße. Er war darauf zu sehen. Er und Ich. genauso wie wir beide noch vor wenigen MInuten hier gestanden hatten. Mit der selben Kleidung. Arm in Arm.
Lange starrte ich es ungläubig an. Dann trat er hervor und schob das riesige Portrait zu Seite um mir die Sicht auf das Dahinterliegende zu gewähren. Es waren die beiden Leute aus dem Buch, genauso verschlungen wie ich und der Mann auf dem anderen Portrait.
Ich nahm das Buch wieder zur Hand. "Sind das die ehemaligen Hausbesitzer?" fragte ich. Er nickte." Und du und er", er deutete auf das Portrait: " ihr seid die neuen. Die alten Seelen wiedergeboren in einem neuen Leibe."
"Was?", das klang total kindisch. Ich habe noch nie an Geister geglaubt
"Als das Haus gebaut wurde stritten sich die beiden Brüder um ein Weib. Sie wurde von ihrem Vater missbraucht und hatte Angst. Der eine baute dieses Haus und versprach ihr damals, dass außer ihr und ihm niemals jemand dieses Haus betreten würde und dass sie hier sicher sei. Und so entschied sie sich für ihn. Bis ihre Seelen wiedergeboren werden würden sollte niemand dieses Haus betreten. Eindringlinge wurden seither vertrieben. Das Haus sucht sich seine Bewohner aus."
"Das ist ja wohl lächerlich! Sie sind ein kranker Psychopath", noch während ich ihn ansschrie verschwand er. Lange noch blickte ich auf die Stelle an der er gerade noch gestanden hatte. Gerade war er noch da gewesen. War ich verrückt geworden?
Ich stieg die Leiter hinab. Völlig perplex.
Ich musste mir den Kopf gestoßen haben oder hatte Halluzinationen von der schlechten Luft, ich überlegte nocheinmal hochzugehen und nach dem Bild zu sehen oder nach dem Buch zu suchen doch ich verwarf den Gedanken. Ein Tagtraum war es gewesen, mehr nicht.Nur ein Tagtraum
Stino wartete an der Treppe auf mich und gemeinsam verließen wir das Haus wieder und machten uns auf den Heimweg. Ich dachte nicht weiter über das Geschehnis auf dem Dachboden nach. Es war zu verwirrend. Darüber nachzudenken bereitete mir Kopfschmerzen.

Eine Woche später, war das Ereignis schon fast vergessen.
Als ich Abends mit Stino meine tägliche Runde drehte, stand vor dem Haus ein Umzugswagen. Ein Umzugswagen und ein Mann, der den Möbelpackern Anweisungen gab. Ich sah nur seinen Rücken. Die Neugierde packte mich. Wer war er?
Ich schritt auf ihn zu und tippte ihn an. Langsam drehte er sich um und er sah haargenau so aus wie der Mann auf dem Dachboden. Genauso. Bildschön. Mir stockte der Atem. Aber das war doch nicht wirklich geschehen oder? Er lächelte mich an als würde er mich kennen. Ein "Hi! war das Einzige was ich zu stande barchte. Er lächelte nur und flüsterte, mit der mir nur allzu gut vertrauten Stimme:" Du bist Bildschön, Traumfrau."

28 Juni 2010

Uli Stein

Okay also, dieser Post ist einfach mal so für Zwischendurch :). Viele meiner Texte werden von den grandiosen Bildern von Uli Stein inspiriert. Dies hier ist mein Lieblingsbild. Es war quasi meine Muse als ich "Ertrinken"schrieb. Seine Bilder sind wirklich immer Klasse und sein Notizbuch total lustig. Also schaut ruhig mal rein! Lohnt sich echt! http://www.ulistein.de/

Es war einmal... und ist nicht mehr

Ich habe im Internet dieses nette, kleine Gedicht gefunden.

Es war einmal und ist nicht mehr,
ein kugelrunder Teddybär.
Er trank die Milch und aß das Brot
und als er starb, da war er tot.

An sich kein sehr anspruchsvolles Gedicht, aber recht einprägsam. Und je öfter ich es mir vor Augen geführt habe, umso mehr ist mir der erste Vers aufgefallen. Dieser ist an sich, ohne den Rest des Reims, sehr gehaltvoll und tiefgründig, meiner Meinung nach. Und durch die Einfachheit der Aussage bietet es einen extrem großen Spielraum. Mir kamen schließlich auch zig Ideen und ich war der Meinung, dass eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht unpassend seien, also sinniere ich ein bisschen über diesen Satz.

Es war einmal und ist nicht mehr. Dieser Satz so kurz und doch so eine große Bedeutung. Nur dieser eine Satz ging mir durch den Kopf. Und jedes mal traf es mich. Den ganzen Tag dachte ich nun schon daran. Es war einmal und ist nicht mehr. Dieser Satz kann soviel bedeuten.
An sich sagt er Alles. Egal was es ist, unabhängig davon wie schön oder schrecklich die Zeit war, wie falsch oder richtig Dinge einem erscheinen, früher oder später enden sie. Früher oder später endet Alles. Manche sind der Meinung das Alles und jeder Einzelne von uns Teil etwas Großen ist. Nur, da wir irgendwann aufhören zu existieren, tut es dieses unbekannte "Große" früher oder später auch. Wir früher, es später. Also wo soll dann der Sinn bei diesem "Gottesplan" sein.
Genau das ist die Frage. Wozu soll man versuchen irgendetwas zu Erreichen, wozu dient dieses beschränkte Dasein. Manche wollen auf ihr Leben zurückblicken und sagen können: "Ich habe gelebt und ich hatte ein schönes Leben." ,aber letztendlich ist es vorbei und im Tod hat man nichtmal mehr die Erinnerung.
Andere wollen, dass Freunde und Familie sich gerne an sie zurück erinnern. Aber wozu? Man selbst bekommt nichts mehr davon mit und mit den Zurückgebliebenen stirbt auch die Erinnerung.
Wieder Andere wollen berühmt und auch nach ihrem Tode noch in aller Munde sein. Aber wozu? Wozu? Kriegt man in seinem Grab mit, wie andere über einen Selbst und seine großen Taten und Erfolge reden? Kann man sich in seinem Ruhm von vergangenen Tagen sonnen, wenn man im Grabe langsam verwest? Am Ende zerfällt auch der Körper zu Staub und nichts zeugt mehr davon, dass man eine Legende und kein Mythos war.

Sicher, manche glauben, dass die Seele, die natürliche Essenz, unser ganzes Sein oder wie auch immer man es nennen mag hier auf Erden bleibt oder in höhere Sphären steigt. Einige die dem Tod nur knapp entgangen sind behaupten ein helles Licht, den Eingang zum Nirvana gesehen zu haben. Vielleicht haben sie es gesehen, es ist sogar recht wahrscheinlich, aber man sollte bedenken, dass sie es eventuell nur gesehen haben, weil sie es sehen wollten.
Weil der Gedanke, dass es nach dem Tode endgültig vorbei ist einerseits zu schrecklich zu Ertragen ist, da es schwer ist sich selbst seiner Bedeutungslosigkeit bewusst zu werden. Andererseits zerstört diese Vorstellung Werte und Normen auf denen unsere Weltreligionen aufbauen.
Also ist unsere ganze Existenz wirklich sinnlos? Weil sie endet? Natürlich liegt die Beantwortung dieser Fragen bei jedem selbst. Und natürlich kann keiner wissen, was nach dem Tode ist und ob dieses Leben verwerflich ist. Es ist alles nur Vermutung, Vermutung von Vermutungen um genau zu sein. Doch was heute Vermutung ist, kann morgen schon Geschichte sein. Denn für Alles gilt irgendwann: Es war einmal und ist nicht mehr.

27 Juni 2010

Ertrinken


So meine Lieben, damit ihr gleich mal was zum Lesen habt, habe ich eine Kurzgeschichte von mir rein gepostet. Sie ist aufgrund einer Deutschhausaufgabe entstanden, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Zu unseren Vorgaben gehörten: Das Symbol "Weg"; Eine Metapher mit "Feuer und Eis"; viele Personifikationen und der reizende Einleitungssatz "Er/Sie blieb allein zurück. Also schaut euch an was ich daraus zusammengeschrieben habe.

 Sie blieb allein zurück. Hier, an der Kreuzung. Das Letzte woran sie sich erinnern konnte war, dass sie in ihrem Auto saß und vor ihr, direkt auf der Kreuzung, lag ein umgekippter LKW. Sie raste auf ihn zu... Und dann fand sie sich hier, an der Kreuzung, wieder doch der LKW war weg, genauso wie ihr VW-Käfer. Sie drehte sich um und sah ihn. Er ging fort, warum wusste sie nicht, doch sie ließ es geschehen. Sie konnte nichts dagegen tun. Ihre Beine verweigerten den Dienst, sie wollte schreien, rufen er solle stehen bleiben, doch sie blieb stumm. Das Einzige was sie tun konnte war ihm Sehnsuchtvoll hinterher zu sehen.
Sie dachte daran wie unterschiedlich sie waren, so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Sie, so aufbrausend wie die alles verzehrende Flamme. Voller Leidenschaft bei Allem was sie tat. Er, kühl und still, so undurchsichtig wie ein zugefrorener See, wunderschön und geheimnisvoll. Und dennoch liebten sie sich. Sie konnten nicht Mit und nicht Ohneeinander. Das Miteinander hatten sie eine lange Zeit ausprobiert, natürlich hatten sie Streit und es gab Problem, aber alles in allem funktionierte es und sie waren sehr glücklich. Sie wusste nicht woher, doch sie wusste mit bitterer Gewissheit, dass es nun galt das Ohneeinander auszuprobieren. Sie würde ihren Weg gehen und er den seinen und wenn sie zusammen gehörten, ja wenn es so sein sollte, dann würden sich ihre Pfade wieder Kreuzen und sie würden zusammen bleiben. Und wenn nicht… Nun daran wollte sie gar nicht denken. Trübsal zu blasen war nicht ihre Art, sie war die die Zuerst handelte und sich dann, wenn sie wirklich alles versucht hatte, der Trauer hingab.
Zielstrebig machte sie sich auf den Weg. Sie wusste zwar nicht wie beschwerlich dieser sein würde und wohin er sie führen würde, doch sie wusste was sie wollte. Ihn. Sie war sich noch nie in einer Sache so Sicher gewesen. Und sie würde alles dafür geben um ihr Ziel zu erreichen. Auf ins Ungewisse.
Die Landschaft war so Friedevoll, bereits nach einigen Metern endete die Kreuzung abrupt, und machte einem wunderschönen Feldweg Platz.  Die lachende Sonne schien auf ihre Haut, die Blumen tanzten, in all ihrer Pracht und Vielfalt am Wegesrand. Eine versuchte die Andere zu übertrumpfen, versuchte höher zu wachsen und schöner zu sein als ihre Nachbarin. Am Ende des Weges begann ein kleines Wäldchen. Sie ging darauf zu, es rief nach ihr, einen anderen Weg gab es nicht.
Sie kam immer tiefer in den Wald fort vom Wegesrand, doch sie merkte es nicht. Sie kämpfte sich durch das Gestrüpp und als sie zurückblickte sah sie den Weg kaum noch. Sie Drang immer tiefer ein in das Herz des Waldes, wie magisch angezogen von einer alten Buche die ihre Geschichte erzählte. Langsam ließ sie sich an ihrem Stamm sinken um eine kurze Rast einzulegen und dann wieder den richtigen Weg zu suchen. Alt und beständig war die Buche. Stark wie ein Fels in der Brandung. Verbunden mit der Erde. Sie dachte sich was für ein kraftvoller Trostspender sie war, sie hatte sich schon immer sehr verbunden mit der Natur gefühlt.
Doch sich von dem Kraftspendenden Baum trösten zu lassen, sich einfach dem flüstern des Windes hinzugeben… So verlockend der Gedanke auch war, Sie musste weiter, sie musste ihn erreichen. Zurück zu dem Weg der hoffentlich zurück zu ihm führte. Die klaffende Wunde in ihrem Herzen ließ sich nur durch ihn schließen, doch dazu musste sie ihn erreichen. Warum sie sich getrennt hatten wusste sie nicht, im Moment war es auch nicht von Belangen.
Sie irrte durch den Wald, wie lange genau wusste sie nicht mehr. Hier in dem Wald, in dem alles in einem unwirklichen grünen Licht lag, schien es keine Zeit zu geben. Es hätten Minuten sein können, aber auch Stunden.
Sie war müde, so unheimlich Müde. Ihre Beine waren wie Blei ihre Lider schwer und der Wald schien kein Ende zu nehmen. Langsam befürchtete sie das es gar kein Ende gab. Sie verwarf den Gedanken sofort wieder, das war lächerlich, selbstverständlich gab es ein Ende und sie würde es früher oder später auch finden. Doch erst mal musste sie sich ausruhen, sie musste einen klaren Kopf bekommen doch ihre Müdigkeit stand ihr im Weg. Nach einer ordentlichen Mütze Schlaf würde sie viel besser vorankommen. Links von ihr war ein einigermaßen ebener Fleck, sie legte sich hin, rollte sich wie eine Katze zusammen und schlief ein.
Als sie erwachte war es Stockfinster in dem Wald, sie dachte zuerst daran hier zu warten bis die Sonne aufging und sie in dem grünlichen Licht weitermarschieren konnte, aber sie hatte schon lange genug getrödelt. Sie musste weiter, sonst verpasste sie ihn noch. Voller Verzweiflung und Angst lief sie weiter. Sie lief und lief immer weiter, geradeaus ohne zu gucken wohin sie ging. Hauptsache weiter.
Sie sah einen Schein, ein Licht, zwar war es noch weit entfernt und sehr schwach, doch sie schöpfte neue Hoffnung. Sie ging darauf zu, wurde immer schneller, begann sogar zu rennen. Sie stolperte oft und fiel hin, schürfte sich die Knie und Ellbogen auf und hatte mehrere Holzsplitter in den Füßen. Doch vor Aufregung und im Taumel der Hoffnung spürte sie den Schmerz nur wie durch eine dicke Watteschicht. Dass sie bereits blutete und ihren Weg dadurch mit roten Flecken auf dem Boden und an den Bäumen zeichnete, bemerkte sie nicht. 
Endlich erreichte sie die Lichtung von der das Licht kam. Eine Lichtung! Das war die erste die sie an diesem gottlosen Fleck gesehen hatte. Und sie erstarrte. Sie traute ihren Augen nicht. Vor ihr war ein  See, mit so klarem Wasser das man bis auf den Grund sehen konnten. An seinem Ufer sprossen die schönsten Blumen, in Farben die sie noch nie zuvor gesehen hatte. Und eine himmlische Melodie, zart und glockenklar erklang aus seiner tiefe, die perfekt mit dem leisen Plätschern des Wassers  harmonierte. Der silbrige Schein, dass Licht das sie an diesen wundervollen Ort geführt hatte, schien auch aus dem Gewässer zu kommen, als beherbergte es den Mond in selbst. Doch diese unvorstellbare Schönheit war es nicht die sie nach Atem schnappen lies. Der Glanz dieses Ortes war nicht schuld daran, dass ihr Tränen der Freunde in die Augen stiegen um dann aus ihren Augenwinkeln über ihre zerkratzten schmutzigen Wangen zu  laufen. Der Grund für das alles war, dass sie ihr Ziel erreicht hatte. Endlich. Mitten auf dem Wasser stand er. Anmutig, so schön wie eh und je und er sprach zu ihr mit seine rauen Stimme, die sie so sehr liebte : „Komm her zu mir, Liebste. Komm mein Engel!
Seine Stimme hallte unnatürlich auf der Lichtung und klang seltsam fern, doch das fiel ihr nicht auf. Sie rannte auf den See zu und stürzte sich ohne Bedenken hinein. Gleich war sie bei ihm. Sie zog eine rote Spur hinter sich her. Sie schwamm voller Eifer, noch zwei kraftvolle Schwimmzüge, dann hatte sie ihn erreicht. Doch plötzlich konnte sie sich nicht mehr Bewegen. Es war wie am Anfang ihrer Reise als sie ihn gehen lassen musste, als ihr Körper ihr nicht mehr gehorchen wollte und sie nur zusehen konnte. Sie schrie innerlich auf. Wieso jetzt, so kurz vor ihrem Ziel. Sie strengte sich an, sie versuchte krampfhaft wieder die Kontrolle über ihren geschundenen Körper zu erlangen doch ohne Erfolg. Sie versank, ihre Lungen füllten sich mit Wasser und brannten höllisch. Sie fühlten sich an als ob sie zerreißen würden. Automatisch schnappte sie nach Luft und noch mehr Wasser lief in ihre Lungen. Sie hatte die Kontrolle wieder, doch nun war sie zu schwach um an die Oberfläche, zu ihm, zu schwimmen .Der See war so klar und sie sah ihn während sie versank. Wie er über ihr stand, den Arm nach ihr ausgestreckt, den Mund zu einem stummen Schrei aufgerissen. Ein silbriger Schleier legte sich über alles, der dann zu einem strahlenden Licht wurde. Sie hörte auf zu kämpfen und gab sich dem Licht hin.
Der EKG gab einen langen Piep Ton von sich und die gezackte Linie, die den Herzrhythmus anzeigte wurde zu einem Geraden Strich. Dunkle Augenringe gaben einen Hinweis darauf wie lange er schon nicht mehr geschlafen hatte. Er weinte nicht, das tat er nie. Er war nie der Typ gewesen der Gefühle zeigte. Doch innerlich zerbrach etwas in ihm. Sein Herz zerriss und seine Seele gefror. Mit gesenktem Kopf verließ er das Krankenhaus und er fragte sich nur warum. Sie hatte den schweren Autounfall, bei dem sie mit einem LKW zusammengestoßen war überlebt. Sie lag drei Wochen im Koma, jeden Tag saß er an ihrem Bett und hatte ihre Hand gehalten und er wusste das sie darum gekämpft hatte ins Leben zurück zu kehren. Er kannte sie, sie kämpfte immer bis zum bitteren Schluss, doch nun hatte sie verloren, endgültig. Und er fühlte er sich wie ein Ertrinkender ohne Hoffnung auf Rettung.